�ber das Verhalten von Symbionten nach dem Tode des Wirtstieres und bei gleichzeitiger Infektion mit Mikrosporidien
✍ Scribed by Selmair, Erika
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1962
- Weight
- 469 KB
- Volume
- 43
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-9276
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✦ Synopsis
Im Rahmen yon Untersuchungen fiber die AbtStung der symbiontischen Bakterien unter dem Einflu• von Hitze und Antibiotica-Ffitterung bei Schaben war auch das Verhalten der Symbionten naeh dem Tode des Wirtes yon Interesse. Es liegen hierfiber bisher nur ganz wenige Beobachtungen an anderen Symbiontenwh'ten vor.
Die ersten Mitteilungen stammen von W. SC~W~TZ (1924), der bei Lecanum corni nach dem Tode ein Auswachsen der Symbion$en (hier ein Ascomycet in Conidien~orm) zu verzweigten mycelartigen SproBverb~nden beobachtet hat. Auch ScHo~A~ (1937) land, dal~ die symbiontischen Sprol3pilze der Cerambyciden nicht mit dem Wir~ absterben, sondern kurze Zeit nach seinem Tod zu intensiverer Sprossung fibergehen. Im Gegensatz dazu konnte Koc~ (1936) bei den symbion-~ischen Bakterien yon OryzaelohiIus surinamensis keine pos~mor~ale Vermehrung beobachten, und gleiches f~nd auch FINK (1952) bei den eber~alls zu den Bakterien geh6rigen Symbionten yon Pseudococcus cirri.
Die ira ~therdampf abget6teten Schaben wurden bis zur Weiterbehandlung in einer feuehten Kammer bei 27 ~ C und 70~ rel. Feuchtigkeit in Thermostaten verwahrt. In bestimmten Zeitabst~nden wurden die Schabenteichen teils total in Carnoy fixiert, tefls pr~parmrt und ffir Ausstrichpriiparate verarbeitet. 3, 7 und 24 Std nach dem Tod des Wirtes sind weder auf den Schnittpr~paraten noch auf Ausstrichen merkliche postmortale Veri~nderungen der Bakterien festzustellen. Sie tingieren sich alle noch fast normal, und auch ihre Gr61~e und Form ist dieselbe geblieben (Abb. 1 und 2 a). Nach 48 Std aber machen sich an den Symbionten deutliche Veri~nderungen bemerkbar (Abb. 2b). Jetzt sind kleinere Formen vorherrschend, und gleichzeitig schwindet auch die Fi~rbbarkeit, ein untrfigliches Zeichen daffir, da$ nur noch Bakterienleichen (sogenannte ,,Schatten") vorhanden sind. Leichte Quellungen des Bakterienleibes lassen sich nach 2 Tagen nicht nur an Ausstrichmaterial, sondern auch an Schnitten gut beobachten. Nach 3 und mehr Tagen wird die Quellung noeh deutlicher. Inzwischen f~Ilt aueh das FettkSrpergewebe der Lyse