Beobachtungen über die Aufstickung hochhitzebeständiger austenitischer Werkstoffe in Luft und Verbrennungsgasen
✍ Scribed by Dipl.-Ing. I. Aydin; Prof. Dr. H.-E. Bühler; Prof. Dr. A. Rahmel
- Book ID
- 102935433
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1980
- Tongue
- German
- Weight
- 941 KB
- Volume
- 31
- Category
- Article
- ISSN
- 0947-5117
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✦ Synopsis
Ursache der Aufstickung ist wahrscheinlich ein wiederholtes Aufreipen und Ausheilen der Oxidschicht, sobald eine kritische Oxidschichtdicke iiberschritten wird. Diese kritische Oxidschichtdicke wird zu etwa 20-30 g m abgeschatzt. 1 Einleitung Hochhitzebestandige austenitische Werkstoffe finden breite Anwendung in der Chemie und Petrochemie als Reformerrohre, Crackrohre, Sammler und Transferleitungen fur die Gewinnung von Ethylen, Propylen, Wasserstoff und anderen Produkten. Eine andere breite Anwendung ist der Industrieofenbau, wo hitzebestandige Werkstoffe als Transportrollen und als Strahlungsheizer eingesetzt werden. Wahrend a n Reformer-und Crackrohren im wesentlichen Schaden durch Aufkohlung auftreten ( l), werden besonders an Strahlungsheizern immer wieder Schaden durch Aufstickung beobachtet (2--4). Koch (5) hat schon fruher darauf hingewiesen, daij hochlegierte hitzebestandige Stahle bei hohen Temperaturen aus der Luft und in noch starkerem MaDe aus stickstoffreichen Gasen (Verbrennungsgasen) Stickstoff aufnehmen konnen, was zur Bildung von Nitriden oder Carbonitriden fuhrt und einen vorzeitigen Ausfall der Werkstoffe im betrieblichen Einsatz bewirken kann. falle unterschieden werden: a) oxidfreie Metalloberflachen b) oxidbedeckte Metalloberflachen Der erste Fall liegt z. B. beim Gluhen in Stickstoff-Wasserstoff-Gemischen vor, wie sie z. B. durch thermisches Spalten von Ammoniak entstehen. Hier ist die Metalloberflache der direkten Einwirkung des Stickstoffs ausgesetzt, und es kommt Fur den Mechanismus der Aufstickung mussen zwei Grenz-