Beiträge zur Kultur phytoparasitischer Pilze auf definierten Nährböden
✍ Scribed by Friedrich Gerhardt
- Book ID
- 104761941
- Publisher
- Springer
- Year
- 1943
- Tongue
- English
- Weight
- 999 KB
- Volume
- 13
- Category
- Article
- ISSN
- 0302-8933
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✦ Synopsis
Ein grol~er Tell der phytoparasitisehen Pilze liil~t sich nur schwierig oder tiberhaupt nicht auf kfinstlichen N~ihrbSden kultivieren. Bei den gebr~tuehlichen kfinstlichen },'iihi'bSden handelt es sich zumeist um Extrakte aus Pflanzenmaterial oder Fleisch, die mit Agar-Agar ge!atinlert werden. Geht man aber zu den physiologisch n~her definierten N~hr-bSden, die nut chemisch wohldefinierte Bestandteile enthalten, finer, so engt sieh die Zahl der kultivierbaren Pi]ze welter ein (vgl. Monilia, Botrytis usw.).
Zum Studium der Physiologie pa.ra.sitischer Pilze ist es abet uner-l~tBlich, auch die Stoffe |~ennenzulernen, aus denen die Pilze ihren Org~nismus ~ufbauen und ihre Fortpflanzungsorgane entwickeln kOnnen. Traubenzucker, Milehzucker usw.,, die yon den meisten tierischen Org~ nismen assimiliert werden, eignen sich nur ffir wenige meist s~prophytischer Pilze zur Ern~hrung. Daher ist die Auffindung der Kohlenstoffqnellen, die zur-Ernfihrung der betreffenden Pilze erforderlich sind, yon grSl~ter Wichtigkeit. Neuerdings sind zahlreiche Arbeiten erschienen, deren Aufz~hlung im Rahmen dieser Durstellnng aber zu welt ffihren wfirde, in denen die Verfasser durch Wuchsstoff-oder Vitaminzugaben bei ~,erschiedenen Pilzen ein besseres Wachstum erzielt haben und darius nun die Schlul~folgerung ableiten, dal~ Wuchsstoffe, Hol~mone oder Vitamine zum Leben gewisser Pilze erforderlich sind. Diese Ergebnisse, deren Bedeutung unbestritten ist, lenken aber yon der fiberaus wichtigen Kernfr~ge nach der geeigneten Kohlenstoffquelle der betreffenden Pilze ub.
Schop[er und Blumer (1, 2) haben mit Ustilago violacea und Vitamin B 1 den Versuch unternommen, die Kohlenstoffque]le ausfindig zu machen, die dieser Pilz h~upts~ichlieh verarbeitet. Sie haben dabei zahlreiche Kohlenhydrate und ~ndere organische Stoffe als Kohlenstoffquelle fiir diesen Pilz gepriift, dabei ~ber eine in der Pflanzenwelt weitverbreitete C-Verbindung iibersehen, das Pelctin, das nach eigenen Versuchen Ms die natfirliche Kohlenstoffquelle ffir eine ganze Reihe yon Pilzen in Frage kommt.
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