𝔖 Bobbio Scriptorium
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Beiträge zur Kenntniss des Kaffees. (Zweite Abhandlung.)

✍ Scribed by Gorter, K.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1908
Weight
962 KB
Volume
359
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Die Slure geht unter kraftiger Warmeentwickelung mit gelbbrauner Farbe in Losung; urn die Reaction zu Ende zu ftihren geniigt es, die Losung wahrend einer lialben Stunde sich selbst zu uberlasseu. Weitcres Erwarmen ist iiberfliissig. Die Liisung wird dann mit 2 3 ccm Wasser vexdiiunt und mit soviel 20-procentiger Schwefelsiiure yersetzt, dass alles Kali in Kaliumsulfat verwandelt ist. Die vorhergehende Verdunnung mit Wasser ist nothig um sicher zu sein, dnss das Kaliumsulfat gelost bleibt. Die bei der Reaction entstandeue Kaffeesiiure h n g t gleich zu krystallisiren an und scheidet sich grosstentheils aus der Lijsung ab. Die Krystalle werden abgesaugt und mit wenig Wasser gewsschen. Die in dcr Mutterlauge nocli geloste Iiaffeesiiure kann durch zweimaliges Ausschtilteln mit Aether ge\vonnen werden. In dieser Weis, wurde eine Gesammtausbeute YOD 3,7 g Kaffeesaure erhalten oder 39,s pC. der angewandten Chlorogensiiure ; berechnet fur obige Gleicliung 49,6 yC. Die Ausboute ist somit in ausgezeichneter. Uebereinstimmung mit dcr T heoric. Das Filtrat ron der Kaffeesaure, nach dem Ausschiittcln rnit Aether, reagirto sauer. Uurch Destillation rnit Wasserdanipf lronnten daraus fliichtige P'ettsauren, die G r i e b e 1 aus seiuer Kaffeegerbsiiure erhalten haben will, nicht abgetrieben werden. Auch liess sich Zucker unter den Spaltungsproductcn der Chlorogensaure nicht nachweisen. Zur Isolirung der zweiten Spaltungsslure w r d e das Filtrat zum diinuen Syrup eingedampft und tlann rnit 96-procentigem Alkohol versetzt, um das Iialiumsulfat zu entferuen. Das alkoliolische Filtrat, von Keuem zum Syrup eingedampft, zeigte keine Keigung zu krystallisiren. Es wurde daher versucht, die SLure als Salz zu isoliren. Orientirende Proben lehrten, dass dafur das Zinksalz am geeignetsten war. Der Syrup wurde in Wasser gelost und mit Zinkoxyd erhitzt bis zur Abstumpfung der Saure. Das vom iiberschiissigen Zinkoxyd abfiltrirte Filtrat, zum diiuncn Syrup eingedampft, schied harte Krystalle des Zinksalzes aus. Nach dcm Absaugcn

') B a m b e r g e r , Monatsli. f. Clieruie 12, 444. B, H o f m s n n , Ber. d. dentscb. cliem. Ges. 17, 1922. ' ) H a y d u c k , Ber. d. deutscli. cliem. Ges. 36, 2930-36.


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