Beiträge zur Chemie des Schwefels XXV1). Darstellung höherer Sulfide vom Typ Cl3C-Sx-CCl3 mit Hilfe von Sulfanen
✍ Scribed by Fehér, Franz ;Berthold, Hans Joachim
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1955
- Tongue
- English
- Weight
- 521 KB
- Volume
- 88
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
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✦ Synopsis
Beschreibnng der Versnehe
Die Versuchsfiihrung sol1 am Beispiel der Reaktion von NatriumsuKd mit N,N-Di-Ethyl-chloracetamid beschrieben werden, in den anderen Fiillen war sie sinngemiil. Die Reinigung der Substanz erfolgte durch Umkristallisation bzw. bei den Fliissigkeiten durch Vakuumdestillation. Die -4usbeuten betrugen in allen Fiillen 60-70% d. Theorie. Thiodiglykolsiiure-bis-diiithylamid: Zu 8 g Na,S sicc. (oder 24g Na,S*9FI&) (0.1 Mol) in 100 ccm Wasser 1aBt man vorsichtig 30 g (0.2 Mol) N,N-Diiithyl-chloracetamid unter stiindigem Riihren einflielen, wobei stiirkere Erwiirmung eintritt. Nach etwa 2 Stdn. ist die RBaktion beendet, und die Losung wird auf dem Wasserbad i. Vak. eingeengt, wobei vie1 Natriumchlorid ausfiillt. Wenn alles Wasser abgedampft ist, wird der Riickstand rnit absol. Alkohol aufgenommen, @tried und auf dem Wasserbad i. Vak. destilliert. Kachdem der Alkohol vollstiindig abgedampft ist, wird das Reaktionsprodukt mit offener Flamme destilliert, wobei es bei 230' bei etwa 15 Torr iibergeht. Eine Kweite Destillation wird i. Olpumpenvak. vorgenommen. Analysen: Die Molekulargewichtsbestimmungen erfolgten nach R a s t , die Stickstoffbestimmungen nach Kjeldahl und die Methoxylbestimmungen nach Zeisel. Die UV-Messungen wurden im Spepho-Spektrophotometer von ZeiB-Opton bzw. in einem Beckman-DU-Geriit durchgefuhrt; gemessen wurde stets in Liisung gegen das reine Losungsmittel .
232. Frsnz F e h h und
Hans Joachim Berthold: Beitriige zur Chemie des Schwefels XXVl). Darstellung hoherer Sulfide vom Typ C13C-S~-CC13 mit Hilfe von Sulfanen [Aus dem Chemischen Institut der Universitiit K o h l (Eingegangen am 19. Juli 1955) Perchlormethylmercaptan, Cl,C. SC1, reagiert mit Disulfan, H,S,, unter Abspaltung yon Chloasserstoff und Bildung von Perchlordimethyltetrasulfd, C&C -S S * S * S .CCl,. Perchlordimethyltrisufid, C1,C. S * S . SaCCl,, kann analog durch Einwirkung von Schwefelwasserstoff auf Perchlormethylmercaptan erhalten werden. Neben einigen physikalischen Daten dieser Verbindungen sowie des Perchlordimethyldisulfds, C1,C-S. S .CCl,, werden die Raman-Spektren der drei Sufide mitgeteilt. Zur Erweiterung unserer Kenntnisse uber die Reaktion zwischen Sulfanen, H,S,, und Schwefelchloriden versuchten wir die Sulfane (einschlieBlich H,S) mit Perchlormethylmercuptan, Cl,C . SCI, zur CmseBung zu bringen, urn auf diese Weise hohere organische Sulfide herzustellen. Von den Sulfiden, die sich vom Perchlormethylmercaptan ableiten, sind bisher das PerchlordimethyldisuEd, C,Cl&,, und das Perchlordimethyltrisulfid, C2C1,S %, beschrieben worden2i ,). Nach P. Klasons) liiBt sich das Disulfid am besten durch liingere Einwirkung von Silberpulver auf C1,C.SCl nach der Gleichung 2 Cl,C.SCl + 2 Ag -+ CI,C*S*S-CCl, + 2 AgCl I l) XXIV. Mitteil.: F. Feh6r u. H. J. Berthold, Z. anorg. allg. Chem., im Druck. 2) P. Klason, Ber. dtsch. chem. Ges. 20, 2376 [1887]; B. R a t h k e , Liebigs Ann. s, Perchlordimethylsulfd ist nachhgaben von H. Feichtinger und J. Moos (Chem. Chem. 167, 209 [1573]. Ber. 81, 371 [1948]) sehr zersetzlich und konnte bisher noch nicht isoliert werden. ' ) G. Senna, Gazz. chim. itttl. 72, 305 [1942]. 5, Fluseiger Schwefelwasserstoff reagierte mit Perchlormethylmercaptan bei -78' nicht 6 ) W. A. R o t h , F. Eisenlohr u. F. Lowe, Refraktomet,risches Hilfsbuch, Walter de 7) Gmelins Hmdbuch der Anorg. Chem., 8. Aufl., Syst. Nr. 9A, 5. 642.
nachweisbar.