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Beiträge zur Chemie des Hydrazins und seiner Derivate, XVI. Notiz über ein neues, einfaches Verfahren zur Darstellung von wasserfreiem Hydrazin

✍ Scribed by Linke, Karl-Heinz ;Taubert, Rainer


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1970
Tongue
English
Weight
139 KB
Volume
103
Category
Article
ISSN
0009-2940

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✦ Synopsis


Beitrage zur Chemie des Hydrazins und seiner Derivate, XVL1) Notiz uber ein neues, einfaches Verfahren zur Darstellung yon wasserfreiem Hydrazin Ails tlcm Inslilul riir Anorg:inischc C'hcniie dcr IJnivcrsilil Kuln Wingegangen am 29. Januar 1970) Zur Qewimiung von wasscrfrcicni Ilydrazin sinil die vcrschicdenstcn Vcrfahrcn314) bekannt : Solvolyse von Hydrdziniumsdlzen, thermische Zersctzung von Hydrazinverbindungen, Entwlsserung von HydraziniWasser-Gemischen auf physi kalisch.em und chemischem Wege. Da dic Erdalkalipernitride bereits unter sehr schonenden Bedingungcn aukrordentlich lcicht rnit Wasscr rcagicrcn, wobci neben dem jcweiligc-n Hydroxid nur Ammonidk, Stickstoff. Wasscrstoff titid Hydrazin cntstchcn%h), bot sich der Versuch an, wasserhaltiges 1lydra;rin niit tlcm lcicht darstcllbarcn Bariumpcrnitrid, Ha3N4, z.u absolutieren. Etwa 95proz. I-Iytlrazin, nach Rci.wliig2) durch Erhitzcn von Hydrazinhydrat mit Nnlriumhydroxid und anschlicBendc Dcstillation gut zuglnglich, wurde zur Entrernung des rcstlichen Wassers unter Eiskiihlung mil Bariumpernitrid umgesetzt. Nach Filtration unter Luftausschlufl wurde das absolute Flydrazin i.Vak. destilliert. Dic Rcsfimmung LILX Hydrazingehaltes erfoiglc nach drci voncinandcr unahliiingigen Analyscnmcthodcti: Jodornctrische Titration (lOO.2~,~), acitiirne(rischc Titrution (100.0%) und hromatometrische Titration (99.7 %). Die Genauigkcii durftc nach vorsichtiger Abschiitzung -1-0.5 : / n hetragen. Zur Reinheitskontrolle wurdcn weiterhin gaschromaloyraphische und masscnspektromctrischc Unlcrsuchuiigcn durchgcfuhrt, die nur Signale des Hydrazins zeiglen. Atich der Brechungsindcx nf: 1.4695 bewcist, daR reines, wasserfreies Hydrazjn vorliegt. Die Vnrleile des hier beschriebenen Vcrfahrcns zur I~arstellung von absolutem Hydriizin liegen vor allem in der leichten Ausfuhrbarkcit --. cs ist kcine Spezialdpparatur erfordcrlich -und darin, daB das aus uberschussigeni Bariumpcrnitrid und absolutem Hydrazin sich miiglicherweise bildendc Bdriumhydrdzid 7) erst bci Temperaturen oberhalb 300" explodiert. Im Hinblick aiif dic hicr angewandtcn nicdrigen Temperaturen erschcint die Explosionsgefahr dahcr aulerordcntlich gering. Die Ausbcute an wasscrfreiem 1.lydrazin ist relativ hoch (u. XOD/,). GroBcrc Mcngen dcs Bariumpcrniirids kiinnen linter Dekalin ohne Zersctzirng wocheiilang aufbcwdhrt wcrdcn.


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