Beiträge zur Chemie des Buchenholzes (II. Mitteilung)
✍ Scribed by Müller, O.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1947
- Weight
- 433 KB
- Volume
- 558
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Beitrage zur Chemie des Buchenholzes (11. Mitteilungl) Von 0. Miiller Mitteilungen aus der Crlluloseforschungszrntralr des ehemaligen Zellwolle-und Konstseide-Ringes GmbH Eingcgangen am 3. Februar 1947
Vor kurzem berichteten wir iiber Holocellulosen, die wir aus Buchenholz mittels Natriumchlorit und elemcntarem Chlor in Ausbeuten gewonnen hatten, welche erheblich iiber dern theoretischen Polysaccharidanteil lagen. Wir konnten nachweisen, daS parallel zu d i e m Mehrausbeute bei der Totalhydrolyse auch ein Plus an reduzierender Substanz gegeniiber den Ausgangsholzern entstand, und zogen daraus den SchluB, dalj unter bestirnmten Umstanden sich ein Teil des Buchenlignins Lhnlich einem Polysaccharid verhalt, und man daher den Begriff des theoretischen Kohlenhydratanteils, dargestellt durch die Differenz 100 1 % Lignin, w-ird aufgeben miissen, zurna.1 wir auch Holocellulosen in ,,theoretischer Ausbeutc" gewonnen hatten, die ein betrachtliches Pentosandefizit aufwiesen.
Im Hinblick auf die grundsltzliche Bedeutung der Angelegenheit haben wir uns inzwischen noch etwas eingehender mit den Hydrolysebedingungen beschaftigt und konnen dariiber hinaus unsere bisherigen Befunde durch eine Keihe von Pentosanbestimmungen erglnzen.
Wie gesagt war ja das Pentosandefizit der eigentliche AnstoS zu der ganzen Untersuchung, und unsere Annahme, daB empfindliche Pentosananteile bei der Zwischenbehandlung mit Kaliumkarbonatlosung entfernt worden waren, hat sich insofern bestatigt, als bei den neuen, nur durch lrombinierte Einwirkung von ClO,--Cl, gewonnenen Holocellulosen ein den Ausganjpholzern entsprechender Pentosangehalt gefunden wurde, in diescm Fa,ll also kein Pentosandefizit aufgetreten ist.
Wichtiger als diese Bestatigung erscheint uns indessen die damus resultierende Fcstst,ellung, daS kein PentosaniiberschuP gefunden wurde. Damit ist bewiesen, daB die aus dem Lignin stammende, zu loslichen, reduzierenden Verbindungen hydrolysierbare Substanz keinesfalk ein Pentosun ist.
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Ich meine hier und im Folgenden stets reines, ,180 oncarburirtes Wassergas von der tbeoretischen