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Beiträge zur Beurteilung von Braugerste 2. Mitt. Beziehungen zwischen Stickstoffgehalt der Gerste und Eigenschaften des Malzes

✍ Scribed by Piratzky, W. ;Schöne, I.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1961
Tongue
English
Weight
447 KB
Volume
5
Category
Article
ISSN
0027-769X

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✦ Synopsis


Beitrage zur Beurteilung von Braugerste 2. Mitt. Beziehungen zwischen Stickstoffgehalt der Gerste und Eigenschaften des Malzesl 51'. PIRATZKY und I. SCHONE Neben den bekannten negativen Auswirkungen, die ein hoherer Proteingehalt von Braugerste auf die Extraktergiebigkeit der Malze ausiibt, zeigt sich eine Reihe anderer Erscheinungen, die direktzum Teil kausalvon der Hohe des Stickstoffgehaltes abhangig sind. Dabei ist bekannt, daD stickstoffreiche Gersten in ihrem enzymatischen, vor allem amylolytischen Vermogen erheblich hoher liegen als stickstoffarme (H. LUERS). Es ist jedoch nicht sicher, ob dieses Ansteigen der enzymatischen Aktivitat in jedem Falle mit dem Stickstoffgehalt parallel lauft.

An dem Material von 5 Varietaten, die 3 Jahre an bestimmtcn, grof3tenteils den gleichen Versuchsorten zum Anbau kamen, haben wir versucht, diese Zusammenhangc naher zu beleuchten.

I. St ickstof fgehalt und A tmung

Hierbei ergab sich, wic erwartet, daR ein hoher Stickstoffgehalt auI3er den am ylolytischen Fermenten auch die Atmungscnzynie zu starkerer Tatigkcit veranlaf3t. Aus dem Gesamtmateriai, das IIO Proben umfaBt, wurden die Muster ausgesondert, deren N-Gehnlt den Wert 12,8% (N x 635) uberstieg; es war dies etwa der dritte Teil aller Proben. Stellt man die Mittelwcrte dieser Proben denen der anderen gegenuber, die unter 12,8% liegen, so ergibt sich fur die Atmung und damit den Atmungsschwand eine Erhohung von I,S% bei stickstoffreichen Gersten. Dies entspricht etwa einem Drittel des Normalwertes.

Noch krasser auBert sich das, wenn man die Anbauorte, die stickstoffreiche Gersten erzeugt haben, denen mit normalen N-Werten (durchschnittlich I I , ~O / ~) gegenuberstellt (Tab. I). Dabci gehen die Mittelwerte nur uni 1,5% N auseinander.

Kier sind fast 50% mehr an Substanz insgesamt veratmet worden. Die Atemkurven erreichen zwischen 168 und 216 Std. sogar die doppelte Hohe. Dieses Beispiel mag genugcn als Hinweis dafur, welche okonomischen Nachteile die Verarbcitung von Gersten hoheren EiweiBgchaltes schon in der Malzerei verursacht.