Beitr�ge zur Kenntnis der Entwicklungsgeschichte von Pericystis apis Maassen
✍ Scribed by Pr�kschl, Hermann
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1952
- Weight
- 940 KB
- Volume
- 18
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-9276
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✦ Synopsis
Pericystis apis
Maassen ist ein Pilz, der neben seiner praktischen Bedeutung als Erreger der Kalkbrut der Bienen vor allem wegen seiner eigenartigen systematischen Stellung als eventuelles Bindeglied zwischen den Phycomyceten und Ascomyceten hohes Interesse verdient. Sein Entdecker MAASSE~ (1916) hat ihn zu den Entomophthorineae gestellt. Diese Zuordnung ist abet alsbald yon L~KON (1919) und C~ussE~ (1921) bezweifelt worden. CL~USSE~, der den Pilz sehr eingehend, aber nieht eytologisch, untersueht hat, halt das befruchtete weibliehe Gametangium fiir einen Aseus. Deshalb hat GXu-~A~ (1926) den Pilz verlegenheitshalber den Protoascineen angeschlossen und auf eine Verwandtschaft mit Dipodascus albidus hingewiesen. KNI~r (1928) zeigte Beziehungen zu den Entomophthoraceen auf, wenn auch der Pilz dutch das Auftreten seiner eigenartigen Sporenballen in den weiblichen Organen yon allen bekannten Foemen dieser Gruppe abweieht. Schliel31ieh stellte FrrzrAT~]CX (1930) Pericystis apls als Zwischenform zu Dipodascus, Endogone und Eremascus. Auf Grund cytologiseher Untersuchungen hat V~ITSCH~LK (1933) die Familie der Synascomycetaceae aufgestellt 1, die nach Lutz (1942) Pericystis apis Maassen, Pericystis alvei Betts und Dipodascus albidus Lagerheim umfassen und mit der Familie der Sper. mophthoraceeu die Unterordnung der Hemlascomycetes bilden.
Trotzdem kann die Stellung des Pflzes aueh jetzt noeh nieht in allen Einzelheiten als geklKr$ angesehen werden (GX~N 1940(GX~N , 1949)), so dab eine Nachuntersuchung erwiinscht war, fiber die naehstehend kurz berichtet wird.
AuBerdem soll bei dieser Gelegenheit die system~tisehe Bedeutung der yon MAVRIZIO (1934MAVRIZIO ( , 1935) ) entdeekten kleinfriiehtigen und groBfriichtigen Form yon Pericystis apis zu klaren versucht und sehliel}lieh die ehemische Zusammensetzung der Membran (Chitin, Cellulose) gepriift werden. Nach v. W]~TTSTEIN (1921) sollen Chitin und Cellulose hie nebeneinander auftreten, so da~ es also einerseits Celluloseprize (Monoblepharideen und Oomyceten) gibt, die v. WJ:TTSTEI~ ffir die ursprfinglichen halt, und ~ndererseits Chitinpflze, die er aus den Cellulosepflzen ableitet. Nach H)~DER (1937) und NABEL (1939) kSnnen aber beide Wandsubstanzen aueh beim gleichen Organismus vorkommen,was systematiseh natfirlieh bedeutungsvollist. * Auszug aus der Dissertation yon H. P~SXSC~L (Prof. Dr. Dr. K. H. ZOBL, Leopold-Franzens-Universit~it in Innsbruek). Der Ausdruek ,, Synascus" wurde yon Bi2~E~ (1915, 1922) gelegentlich seiner Untersuchungen fiber die Sehweizerischen Protomycetaceen gepr~gt. VARITSCHAK fibernimmt diese Bezeichnung unter Hinweis auf B~R~:N.
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