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Beitrag zur Kenntnis der Natroncellulose IV. (über die Darstellung der einheitlichen Formen der Natroncellulosen und über ihre Bedeutung für den Mechanismus der Mercerisierung, III. Mitteil.)

✍ Scribed by Hess, Kurt ;Gundermann, Josef


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1937
Weight
847 KB
Volume
70
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


H e s s , G u n d e r m a n n . 527 102. Kurt H e s s und Josef Gundermann: Beitrag zur Kenntnis der Natroncellulose IV. (uber die Darstellung der einheitlichen Formen der Natroncellulosen und uber ihre Bedeutung fur den Mechanismus der Mercerisierung, 111. Mitteil.*)) [Aus d. Kaiser-Wilhelm-Institut fur Chemie, Berlin-Dahlem.] (Eingegangen am 17. Februar 1937.) 1) E i n l e i t u n g . Von den verschiedenen bei der Einwirkung von Natronlauge auf Cellulose in Abhangigkeit von den Versuchsbedingungen entstehenden Natroncellulosen bestehen fur die urspriinglich als Na-Cell 111' l), spater auf Vorschlag von W. S c h r a m e k 2 ) als Na-Cell IV bezeichnete Form noch in verschiedener Hinsicht Unklarheiten. Wahrend man bei Na-Cell I, Na-Cell I1 und Na-Cell I11 nicht im Zweifel dariiber sein kann, daB diese Stoffe NaOH enthalten, also wirkliche Alkalicellulosen darstellen, ist die Frage fur Na-Cell IV nicht entschieden. AuBerdem herrscht noch eine Meinungsverschiedenheit dariiber, ob diese Form unmittelbar durch Einwirkung von Natronlauge auf Cellulosefasern entsteht. Na-Cell IV war zunachst von T r o g u s und Hessl) als kurzlebiges Zwischenprodukt beim Auswaschen des Alkalis aus Na-Cell I mit M e t h a n o l und spater als Endprodukt 3, beim Behandeln von Na-Cell I11 mit Methanol-NaOH sinkender NaOH-Konzentration beobachtet worden. W. S c h r amek2) und spater K. H e s s und C. T r c g u s 4 ) haben festgestellt, daW dieselbe Verbindung auch beim Behandeln von Na-Cell I mit w aWriger Natronlauge niedriger Konzentration entsteht. Wahrend aber Hess und Trogus4) aus ihren Versuchen glaubten folgern zu miissen, da13 Na-Cell I V auch d i r e k t durch Einwirkung entsprechend verdiinnter waBriger Natronlauge auf Hydratcellulose, von der sich diese Form der Alkalicellulose ableitet, entsteht, haben W. S c h r a m e k und H. Gorg5) diese Bildung von Na-Cell IV im Aufbau nicht bestatigen konnen.

Die besondere Bedeutung, die der Na-Cell IV einerseits als Zwischenprodukt bei der Mercerisierung, d. h. beim Auswaschen der Alkalicellulose mit Wasser, andererseits bei der Fallung der Viscose zukommte), lie13 es wiinschenswert erscheinen, die noch bestehenden Liicken und Unklarheiten zu beseitigen. Wir berichten im folgenden iiber weitere Erfahrungen an Na-Cell IV, im besonderen iiber Zusammensetzung (NaOH-Gehalt) und Bildungsbedingungen (Temperatur, Bildung unmittelbar durch Einwirkung von NaOH auf Hydratcellulose im Aufbau). *) 11. Mitteil. K. H e s s u. C. T r o g u s , Ztschr. Elektrochem. 42, 704 [1936]. 1) C. T r o g u s u. K. H e s s , Cellulosechem. 13, 81 [1932]; N. M a t s u m o t o u. G. H o r i (Journ. SOC. chem. Ind. Japan (Suppl.) 39, 183 [1936]) ersetzen neuerdings die von uns vor Jahren eingefiihrten Bezeichnungen Na-Cell I, Na-Cell I1 usw. durch Xa-Cell A, Na-Cell B usw. Wir lehnen diese ohne jeden Grund vorgenommenen Anderungen ab.


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