Beitrag zur katalytischen Heterocyclenbildung
✍ Scribed by Schneider, G. G. ;Bock, H. ;Häusser, H.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1937
- Weight
- 362 KB
- Volume
- 70
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Es ist schon langere Zeit bekannt, daB beim Leiten von Acetylen m i t Ammoniak iiber Katalysatoren bei Temperaturen von 300-650° stickstoffhaltige Kondensationsprodukte entstehen, die in iiberwiegender Menge aus aliphatischen Nitrilen und Pyridinbasen bestehenl) . Wahrend die mengen-maW3ige Bildung dieser Stoffe schon untersucht ist, liegen uber das gleichfalls bei dieser Reaktion entstehende P y r r ol keinerlei quantitative Angaben vor. Wir haben deshalb diese Ausbeuten an Pyrrol unter den in der Literatur angegebenen Bedingungen studiert und festgestellt, daB sie in der GriiBenordnung von 0.1 his 1% liegen. Um durch geeignete h d e r u n g der Reaktionsbedingungen oder der Ausgangsstoffe diese Ausbeuten zu erhohen, studierten wir den Reaktionsmechanismus der Pyrrolbildung, indem wir Versuche iiber den katalytisch-thermischen Zerfall von Pyrrol ausfiihrten. In der Ziteratur ist hieriiber bisher nichts bekannt. oberraschendenveise zeigte es sich, daW Pyrrol nicht in Acetylen oder k h y l e n zerfallt, sondern da0 das ini P y r r o l e n t h a l t e n e S y s t e m v o n k o n j u g i e r t e n D o p p e l b i n d u n g e n e r h a l t e n b l e i b t u n d dieser Kohlenrvasserstoff s i c h s o f o r t z u griiljeren K e t t e n polymerisiert. Der Pyrrolgehalt des bei der Zersetzung entstehenden Kondensats nahm mit steigender Temperatur ab, und das Reaktionsprodukt wies nicht mehr den Siedepunkt des Pyrrols auf, sondern hatte weite Siedegrenzen. Es bestand aus Verbindungen, die sich durch Polymerisation der durch den Zerfall des Pyrrols entstandenen ungesattigten Koldenwasserstoffe gebildet hatten. Da bei der Zersetzung des Pyrrols weder Acetylen noch athylen nachweisbar war, muW angenommen werden, daB es nicht in diese einfachen Kohlenwasserstoffe zerfallt. In den Abgasen konnte bei dem Zerfall B l a u s a u r e und Amnioniak nachgewiesen werden. Die Anwesenheit von Blausaure laWt darauf schlieklen, daR das besonders reaktionsfahige Radikal NH abgespalten wurde. Der Rest des Pyrrols hat nach Wegnahme der Imid-Grippe die Form eines Kohlenwasserstoffes mit konjugierten Doppelbindungen und ist dadmch leicht befahigt, Polymerisationsprodukte zu bilden.
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Organ der wissenschaftlichen Zentralstelle fiir Oel-und Fettforschung (e. V.) Berlin. Heft 17/18. S t u t t g r t r t , 1. Mai 1923. XX X. d d i r g a i i g .
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