Beitrag zur Behandlung der angeborenen Pseudarthrose des Unterschenkels
✍ Scribed by Aleš Ondrouch
- Publisher
- Springer
- Year
- 1966
- Tongue
- English
- Weight
- 708 KB
- Volume
- 60-60
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Eingegangen am l0. Mgrz 1966
Die sogenannte angeborene Pseudarthrose des Untersehenkels entsteht auf einem biologiseh minderwertigen, im Sinne der fibr6sen Dysplasie ver&nderten Knoehen. Der Charakter dieser Ver&nderungen zeigt auf die Beziehungen zu manehen Systemerkrankungen der aus Mesoderm stammenden Geweben, wie z. B. zur I~eeklinghausensehen Krankheit oder zu anderen Formen der fibr6sen Dysplasien hin. Darauf haben schon z. B. HU~T et al., SWaNN und AWG~RTE~ hingewiesen. Die Spezifit/~t der angeborenen Pseudarthrose als einer nosologisehen Einheit ruht aber in der Biomeehanik des betroffenen Gebietes, wie es sehon MAeFa~LA~D und C~AR~LEY auf Grund praktischer Behandlungsergebnisse bewiesen haben. Deswegen ist auch das Respektieren der biomechanischen Gesetze die Grundbedingung der Ausheilung einer angeborenen Pseudarthrose.
Das minderwertige, bindegewebig ver/~nderte und deswegen allzu nachgiebige Sehienbein unterliegt im allgemeinen der dynamisehen l~berlegenheit der hinteren Wadenmuskulatur und biegt sich im Sinne eines ventralkonvexen Bogens. Mit der VergrSgerung der Biegung wachsen immer mehr die Biegnngsspannungen auf dem Scheitel des Bogens an. Dann versehieben sich aueh die lateralen Muskelgruppen hinter das Schienbein und unterst/itzen den Muskelzug der dorsalen Muskelgruppe im Sinne einer Bogensehne.
Sp/~ter kommt es entweder spontan, dureh Unfall oder durch operative Eingriffe zur Kontinuitgtsunterbrechung der Unterschenkelknochen. Starker Zug der ganzen Untersehenkelmuskulatur zeigt sieh als Hindernis einer ordentliehen Reposition und ebenfa]ls einer ausreichenden Fixation, wean wir zur Behandlung die gew6hnliche Art der 0steosynthese beniitzen. Als Folge dessen entsteht ein typisches Bild der sogenannten angeborenen Untersehenkelpseudarthrose mit atrophischer Zuspitzung der Fragmente, groger Angulation und erheblieher pathologischer Bewegliehkeit.
Aus den oben angefiihrten Grtinden ffihren weder konservative Behandlungsmethoden, noeh einfaehe Arten der Osteosynthese zur Heilnng.
Es gibt osteosynthetische Methoden, die yon massiven Compaetasp/~nen Gebraueh maehen. Ein oder zwei solcher Sp/~ne werden ungef~hr in der L£ngsachse des Knochens an die Fragmente des Sehienbeines festgeschraubt. Diese Methode kann nur dann erfolgreieh sein, wenn die Sp/~ne stark genug sind, wenn die Festschraubung sehr sorgf<ig dm'chgefiihrt wird und die vollkommene/~uBere Fixation die Biegespannungen der Sp&ne m6glichst vermindert und ihre Umbauresorption verhindert.
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