Bakteriologische und cytologische Untersuchungen des Kammerwassers bei uveitis mit säurefesten Stäbchen
✍ Scribed by A. Bouzas
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1960
- Tongue
- English
- Weight
- 431 KB
- Volume
- 14
- Category
- Article
- ISSN
- 0012-4486
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✦ Synopsis
Die Untersuchung des durch Vorderkammerpunktion gewonnenen Kammerwassers hat neue Wege ftir die Durchforschung der Uveitiserkrankungen er/Sffnet. So ftihrten auch wir eine grosse Zahl yon Vorderkammerpunktionen durch und untersuchten dann das Kammerwasser nach der Methode von AMSLER & VERREY. In diesem Bericht sollen einige cytologische und bakteriologische Bemerkungen zur Sprache gebracht werden, die sich an-l~isslich der Kammerwasseruntersuchung bei Uveitisf~illen mit s~urefesten Stiibchen machen liessen. Bei einer Forschungsarbeit, die wir mit unserem Lehrer Prof. Dr. G. RENARD in Paris durchnahmen, um die Toleranz und Aktivit~tt des Isonikotinylhydrazins (I.N.H.) in der Augenheilkunde zu studieren, hatten wir zugleich die Gelegenheit, eine Untersuchung des Kammerwassers yon an tuberkuloser Uveitis erkrankten Kaninchen anzustellen; die Ergebnisse dieser Untersuchung m/Schten wir nun auch hier kurz vortragen.
Wir impften in die Vorderkammer yon 8 gesunden, 2400 bis 2500 g wiegenden weiblichen Kaninchen eine 14 Tage alte Kultur von virulenten Kochbazillen des menschlichen Typus ein, die wir in physiologischer Kochsalzlbsung derart aufgel6st hatten, dass in jedem mit Immersion versehenem Mikroskopfeld etwa 6 bis 7 Bazillen enthalten waren. Wir haben bei diesen Versuchen das normale Tier dem durch Voreinfiihrung von Bazillen immun allergisch gemachten vorgezogen.
Wir instillierten einen Kokaintropfen von 10 ~ und fiihrten dann eine Dosis yon 0,1 bis 0,12 cm 3 der Kulturlbsung innerhalb der Hornhaut in die Vorderkammer des rechten Augus unserer Versuchstiere ein, nachdem wir 0,15 cm 3 Kammerwasser angesogen hatten. Wir beobachteten die Augen der infizierten Kaninchen atle acht Tage mit der Spaltlampe; eine ebenfalls alle acht Tage stattfindende Kammerpunktion und eine Untersuchung des Kammerwassers erg~inzten die Klinische Beobachtung.
Wir teilten die 8 geimpften Tiere in 3 Gruppen. Die erste umfasste zwei Kaninchen, welche seit dem Tag nach der Einimpfung und wiihrend der