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Autoxydation von Kohlenwasserstoffen, VI. Mitteil. : Über Indan-peroxyd

✍ Scribed by Hock, Heinrich ;Lang, Shon


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1942
Weight
274 KB
Volume
75
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


H o c k , Lang. 1051

Licht. Eine solche Messung wird an anderer Stellel) ausfiihrlich mitgeteilt.

Weitere derartige Messungen ergaben an Zinkoxyd und Aluminiumoxyd iibereinstimmend folgendes : Die hohe Absorptionsbande des Uranyls bei Wellenlangen unterhalb 500 mp wird bei der Verfarbung nur unwesentlich erhoht, hauptsachlich wird die Absorption im Gebiet der niedrigen Banden zwischen 750 mp und 500 mp um rund 50% erhoht und gleichzeitig nivelliert. Die Geschwindigkeit der Absorptionszunahme steigt dabei im allgenieinen mit der Wellenlange, entsprechend der Tatsache'), da13 der Unterschied der Absorptionsspektren von Ausgangs-und Endprodukt in derselben Richtung steigt, um erst bei ganz langen Wellen wieder zu verschwinden.

149. Heinrich Hock und Shon

Lang: Autoxydation von Kohlenwasserstoffen, VI. Mitteil.*) : Uber Indan -peroxyd. (Eingegangen am 3. Auqust 1942.)

Wie schon von Wegerl) beobachtet, neigt Indan (Hydrinden), besonders bei gleichzeitiger Lichteinwirkung, zur Sauerstoffaufnahme, die nach unseren Feststellungen allerdings wesentlich langsamer verlauft als beim Tetralin. Ahnlich unterschiedlich verhalten sich auch Cyclopenten2) und Cyclohexen. Sonach scheint der Fiinf-Ring der Autoxydation weniger leicht zuganglich zu sein als der Sechs-Ring, im Einklang mit den ebenfalls geringeren Peroxydausbeuten.

Zur Darstellung des Indan-peroxyds wird Indan (I) in ahnlicher Weise mit Sauerstoff behandelt, wie friiher beim Menthen-peroxyd beschrieben3). Aus dem etwa 5% Peroxyd (11) enthaltenden Rohoxydat la& sich indessen das Peroxyd durch Destillation n i c h t in reinem Zustand isolieren, da selbst bei nur 0.05 mm Druck (82-830) noch Zersetzung bzw. Verharzung auftritt3). Wenn nun, wie im vorliegenden Fall, das Peroxyd verhaltnismaflig wenig alkaliempfindlich ist, fiihrt die E x t r a k t i o n des Rohoxydates mit etwa 25-proz. Natronlauge unter Kiihlung zum Ziel. Die abgeschiedenen festen Natriumsalze werden, gleichfalls unter Kiihlung, mit verdiinnter Salzsaure zerlegt*), das 0 1 in k h e r aufgenommen und mit Natriumbicarbonat von organischen Sauren befreit. Die verbliebene AtherlGsung enthalt alsdann weitgehend reines. ohne Zersetzung destillierbares Indan-peroxyd (II), eine Flussigkeit vom Sdp.,,,, 64-65O.

Die Laugeextraktion enipfiehlt sich iibrigens auch dann, wenn es sich nur um s e h r g e r i n g e Peroxyd-Konzentrationen handelt, da die Anreicherung durch Destillation zu lange dauert, was naturgema13 sehr nachteilig ist.

Die mit Bicarbonat entfernten Sauren, auf deren Anwesenheit wahrscheinlich die beim Destillieren auftretenden Peroxyd-Zersetzungen beruhen, zeigen harzartigen Charakter und sind allem Anschein nach auf den untergeordneten Peroxyd-Zerfall in Indanol (111) und Sauerstoff, anschlieBende Bildung von Indanon (IV) und dessen Weiteroxydation zu Aldehydsauren zuruckzufuhren. [Aus d. Institut fur Kohlecheniie an d. Bergakademie Clausthal.]


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## Abstract Die Autoxydation von Cyclopentadien und Cyclohexadien verläuft grundsätzlich gleichartig. Es bilden sich primär peroxydische Biradikale, die sich in untergeordnetem Maße zu monomeren Peroxyden und in der Hauptsache zu polymeren Kettenperoxyden stabilisieren, wobei der Kettenabbruch unte