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Automatische Ermittlung von Kontaktkorrosionsdaten und ihre Auswertung mittels Polarisationsdiagrammen

✍ Scribed by K. H. Wiedemann; B. Gerodetti; R. Dietiker; P. Gritsch


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1978
Tongue
German
Weight
501 KB
Volume
29
Category
Article
ISSN
0947-5117

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✦ Synopsis


Abstract

Zur Beurteilung der Kontaktkorrosionsgefahr an einer Werkstoffkombination interessieren die Ruhepotentiale der beteiligten Werkstoffe, das Mischpotential des Kontaktelementes und der Elementstrom. Es wurde ein Prüfstand mit 6 Meßplätzen entwickelt, auf dem diese Daten von 6 Varianten von Werkstoffkombination/Lösung/Lösungskonditionierung/Temperatur gleichzeitig automatisch erfaßt werden. Die Meßplätze sind mit je zwei elektrolytischen Zellen ausgerüstet. Während in der einen Zelle die Ruhepotentiale der beiden Werkstoffproben ermittelt werden, lassen sich in der anderen an einem kurzgeschlossenen identischen Probenpaar das Mischpotential des Kontaktelements und der Elementstrom messen. Die Meßgrößen werden von einem programmierbaren Meßstellenabtaster nacheinander abgefragt und registriert.

Bei Werkstoffkombinationen aus einem niedriglegierten Baustahl, einem CrNiTi‐Stahl 18 9, einer NiCrFe‐Legierung 72 20 und einer Molybdänlegierung mit 0,5% Ti und 0,1% Zr in je einer basischen und einer sauren reduzierenden Lösung ist der unlegierte Stahl stets der unedlere, die Molybdänlegierung stets der edlere Partner. Stellt man die Meßgrößen in Polarisationsdiagrammen dar, so gewinnt man einen überblick über mögliche Kontaktkorrosionen in den verschiedenen Systemen sowie Hinweise auf den Korrosionsmechanismus.