Auswirkungen einer elektrischen Milznervenreizung auf die Coronardurchblutung
✍ Scribed by Werner Meesmann; Johannes Schmier
- Publisher
- Springer
- Year
- 1956
- Tongue
- English
- Weight
- 770 KB
- Volume
- 263
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
Werden die iNerven am Mflzhilus elektrisch gereizt, setzt --besonders in IIypoxie --ein Mechanismus ein, der die Leistungsf/~higkeit des gesch/~digten Herzens wesentlich verbessern kann (I~E~N 16, 17, is). Bei noch bestehender Herzbelastung (z. B. Coronarverschlul] oder Hypox/~mie) steigt der Blutdruck wieder an und bleibt lange anhaltend erhSht
(M~s~e~ u. Sc~gl°).
Die Folgen einer Milznervenreizung tassen sich auch d~durch aus-15sen, dab Milzvenenblut, d~s yon einem Spender~ier bei Reizung seiner Milznerven gewonnen wurde, appliziert wird. Dabei muB die Injektion unmi~telbar tiber die Leber erfolgen. Bislang ist durchaus noch nicht erwiesen, welche Bedeutung die Milz bei diesen Vorg/ingen hat. Die bisherigen experimentellen Ergebnisse zeigen ]ediglich, d~B durch die elek~rische l~eizung der Milznerven im Tierversuch Reaktionen stark und zuverl~ssig auslSsbar sind, die eine schlechte Herz-und Kreislau~situation wesentlich verbessern kSnnen. Diese Vorg/~nge im Gefolge einer Milznervenreizung sollen im folgenden in Anlehnung ~n 1~EI~ ~ls ,,Milz-Leber-Mech~nismus" bezeichne~ werden.
Nach Befunden yon I~r und eigenen weiteren Untersuchungen scheint hierbei letztlich die Leber yon entscheidender Bedeutung zu sein.
Im folgenden werden Versuche mitgeteitt fiber l~eaktionen der Coronardurehblutung nach elektrischer Milznervenreizung. Damit verglichen werden die en~sprechenden Wirkungen yon Adrenalin, lgoradrenalin und einer kurzfristigen Blutvolumenvermehrung. Modifikationen der l~eizauslSsung ermSglichen es, die Folgen einer MflZnervenreizung in bezug auf den ,,Milz-Leber-Mecho, nismus" n/~her zu ~nalysieren.
Methodik
Die Untersuchungen wurden in der Zei~ yon Oktober 53 his M/~rz 55 an 22 Hunden beiderlei Geschlechts mi$ einem Gewichb yon 20--34 kg durchgefiihrt. Als Narkosemit$el dienten Morphin-Pernoc~on als Basis mit nachfolgender Gabe yon Chlora]ose.
* Mit Unterstiitzung der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
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