Aufkohlung von Schleudergußrohren in der petrochemischen Industrie und Erklärung dieses Verhaltens durch Laborversuche mit Chrom-Nickel-Stählen und - Werkstoffen im Temperaturbereich von 800–1150°C
✍ Scribed by Dipl.-Ing. W. Steinkusch
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1977
- Tongue
- German
- Weight
- 677 KB
- Volume
- 28
- Category
- Article
- ISSN
- 0947-5117
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✦ Synopsis
Abstract
Das Aufkohlungsverhalten von unter den Bedingungen der petrochemischen Crackverfahren verwendeten Rohren ist von allem abhängig von der Temperature. Bis 1000°C ist die Kohlenstoffaufnahme gering. ab 1150°C ist jedoch mit starker Kohlenstoffaufnahme und größser werdender Aufkohlungstiefe zu rechne. Ursache dieser Temperaturabhängigkeit ist der Umstand, daß bei 1050°C das Gleichgewicht zwischen Chromoxid und Chromcarbid erreicht wird, so daß das Oxid nicht mehr beständig ist und die ursprünglich vorhandene Schutzwirkung der Oxidschicht verlorengeht. Deshalb ist auch eine Voroxidation der Rohre nur sehr bedingt geeignet: beim Abkühlen kann es zu Rißbildung in der Oxidschicht kommen, wodurch schon bei Temperaturen um 800°c Randaaufkohlung möglich wird. Verzögert wird die Aufkohlung durch hohe Gehalte an Cr, Ni und Si: für Verwendung bei 1100° sind z. B. mindestens 28% Cr, 32% Ni und 2,5% Si erforderlich.