𝔖 Bobbio Scriptorium
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Auffindung des Phosphors bei gerichtlichen Untersuchungen

✍ Scribed by C. Ohme


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1846
Tongue
English
Weight
200 KB
Volume
98
Category
Article
ISSN
0365-6233

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✦ Synopsis


or einiger Zeit erhielt ich von gerichtlicher Seite eine .4ufforderung, den Inhalt zweier Packete nufeinen moglichen Gehalt an giftigen Substanzen zu untersuchen,' und zwar wurde dabei u m mogliche Beschleunigung der Untersuchung geheten, darnit noch vor Beendigung des geraile stattfindenden Terniins der Thatbestand protocollirt werden konne.

Der Inhalt des einen Packets bestand aus Schwarzbrodstiickchen (Roggenhrod), die durch einander geknetet und an der Oberflache stark betrocknet waren. Beim Zerkleinern derselben entwickelte sich ein schwacher Geruch nach verdunstendrm Phosphor.

Um die Gegenwart (lesselhen zu ermitteln, wurden die Brodstuckchen, nioglichst klein zerschnitten, in einer Flasche mit Schwefcliither ubergossen und eine Zeitlang stark daniit geschuttelt; der Aether war hierbei klar geblieben und zeigte beirn Hineintauchen von blauem Lackmuspnpier erst dann eine schwache Rothung, als der Aether vollstandig verdunstet war, und nahm diese ROthung beim Liegen an der Luft immer mehr zu.

Es wurde nun die eine Halfte des Aethers im Dunkeln auf eine Glastafel gegossen, wo nach dem Verdunsten des Aethers die ganze Glasplatte plotzlich anfing zu leuchten. Zu der andern Halfte des Aethers wurden einige Tropfen Salpetersaure gesetzt und das Gemisch in einer Flasche irn Wasserbade erhitzt


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