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Atropisomerie in der Dibenzo[a, d]cyclohepten-Reihe. Untersuchungen über synthetische Arzneimittel, 14. Mitteilung

✍ Scribed by A. Ebnöther; E. Jucker; A. Stoll


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1965
Tongue
German
Weight
834 KB
Volume
48
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Untersuchungen iiber synthetische Arzneimittcl, 14. Mitteilung [l] von A. Ebnother, E. Jucker und A. Stoll (24. V. 65) Bei Synthesen in der Dibenzola, d]cyclohepten-Keihe, die zu neuen Arzneimitteln vom Typ des Amitriptylins2) fiihren sollten, erhielten wir mehr Isomere als erwartet. So lieferten z. B. die Carbinole Ia und Ib beim Behandeln mit Sauren nicht die einheitlichen Verbindungen IIa und IIb, sondern, wie die Dunnschichtchromatogramme und NMR.-Spektren sofort zeigen, Gemische von zwei Isomeren. Im Falle der Verbindung IIa liess sich ein Isomeres als Base rein abtrennen, bei IIb konnten beide I/ HO/\CH,R 11 CH-13 a) I< -[J Isomere durch fraktionierte Kristallisation der Hydrochloride stark angereichert werden. In Losung lagern sie sich jedoch langsam um und bilden das urspriingliche Isomerengemisch wieder zuruck. Da die Analysen, UV.und NMR.-Spektren mit Formel I1 in Einklang sind, muss es sich um Stereoisomere handeln. Cycloheptatrien und einfache Cycloheptatrienderivate liegen in einer nicht planaren Wannenkonformation vor, die aber sehr leicht umklappt [2]. Die Inversion des Siebenringes ist in Dibenzo [a, d]-und besonders in Tribenzo-cycloheptenderivaten stark erschwert, so dass fur Tribenzocycloheptenderivate bei Zimmertemperatur stabile Konformationsisomere zu erwarten sind [3]. SH-Dibcnzo[a, dlcyclohepten Tribenzocyclohepten Dibenzola, e]cycloocten l) Teilweise vorgetragen an der Sommerversammlung der Schweizerischen Chemischen Gesell-2, 5-(3-l~ii1~cthylarninopropyliden)-l0,1 l-dihydro-5H-clibcnzo[a, d]cyclohcpten schaft vom 10. 10. 1964 in Zurich. Autorreferat: Chimia 18, 404 (1964).