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Anwendung polarographischer O2-Messungen auf die Veratmung von n-Alkanen und deren Derivaten durch Acinetobacter calcoaceticus

✍ Scribed by O. Asperger; Prof. Dr. H. Aurich


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2007
Tongue
English
Weight
584 KB
Volume
17
Category
Article
ISSN
0233-111X

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✦ Synopsis


Abstract

Mit Hilfe einer polarographischen O~2~‐Meßanordnung im geschlossenen System wurde die Fähigkeit von nicht‐wachsenden Zellen von Ac. calcoaceticus für die Veratmung von n‐Alkanen und deren Derivaten untersucht. Die Bakterien waren auf Hexadecan kultiviert, in der logarithmischen Phase geerntet und 2 Std. lang zur Substratverarmung in C‐freiem Medium inkubiert worden. Die initialen Atmungsraten mit n‐Alkanen als Substrat sinken vom Ende der log‐Phase an kontinuierlich ab. Mit steigender Tetradecan‐Konzentration folgen die Atmungsraten Sättigungskurven (bis etwa 2 · 10^−5^ M), bei weiterer Erhöhung gibt es es ein Minimum (bei etwa 10^−4^ M) und dann wieder einen erneuten Anstieg ohne erkennbare Sättigung. Bis zum Ende der Oxydation werden pro Mol Tetradecan etwa 10 Mol O~2~ verbraucht; das entspricht einer Oxydation über das Acetat hinaus, aber nicht bis zu Kohlendioxid/Wasser. Die Atmungsraten steigen bei gleichen molaren Konzentrationen mit der Kettenlänge der Alkane an, und zwar stärker als es dem erhöhtem O~2~‐Bedarf, der durch die Kettenverlängerung bedingt ist, entspricht. Es werden auch mittelkettige n‐Alkane (bis herunter zum Hexan) veratmet, obwohl diese nicht als C‐Quelle genutzt werden können. Derivate der n‐Alkane werden ebenfalls veratmet, nur l,ω‐Dibrom‐Alkane werden nicht umgesetzt. Für die Alkane sowie für die meisten der Derivate wird die Fähigkeit zur Oxydation durch Kultivierung auf n‐Alkanen erst induziert. Alkanole und Alkanone können in geringerem Umfange allerdings auch nach Wachstum auf Acetat veratmet werden. Die Oxydation der Alkansäuren ist konstitutiv.