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Anwendung der Elektronenstrahlmikrosonde für das Weitwinkel-Durchstrahlverfahren

✍ Scribed by Prof. Dr. O. Brümmer; Dr. V. Alex; G. Schulze


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1972
Tongue
English
Weight
832 KB
Volume
483
Category
Article
ISSN
0003-3804

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✦ Synopsis


In halt sii bersicht

Die Zentralprojektion sowohl der Ausscheidungsschatten als auch der Extinktionslinien vom Legierungseinkristall auf das Rontgen-Interferenz-Schatten-Diagramm erlaubt unmittelbar qualitative lokale Realstrukturaussagen, denn die Zuordnung der Extinktionslinien zum Kristallbereich bedarf nicht geometrischer Berechnungen. Fur quantitative Aussagen sind jedoch geometrische Formeln notig, deren Symbolik an die der dynamischen Rontgenbeugungstheorie angepaBt ist. Rolche Formeln werden entwickelt, wobei auch die Ergebnisse unlangst publizierter Arbeiten bestatigt und erweitert werden. Auf die Gitterkonstantenbestimmung mit Hilfe von Extinktionslinien wird ausfiihrlich eingegangen; experimentell bestimmte Gitterkonstanten von Molybdan und Germanium bei Zimmertemperatur werden angegeben. SchlieBlich wird iiber Untersuchungen zur Energiestromung in nahezu idealen Kristallen berichtet. I m Idealkristall dagegen existieren bei erfullter BRAGGsCher Gleichung nicht nur Strahlen in Primiir-und Reflexionsrichtung, sondern im gesamten Winkelbereich zwischen diesen beiden Richtungen, man sagt : Sie fullen den BORR-MmN-Facher mit dem Offnungswinkel 2 0 aus. Auf der Kristallaustrittsfliiche zerfallt jeder Strahl in einen R,-Strahl in Primiirrichtung und einen R-Strahl in Reflexionsrichtung. Im BORRMANN-Facher bildet der Strahl maximaler Intensitiit I, mit der Netzebene den Winkel E < 0. Der nach der Energiestromungstheorie von KATO [5] berechnete E-Wert wird in Abschn. 4. mit dem gemessenen E-Wert verglichen. Unsere Methode fur die e-Messung beruht auf der Idee, den BoRRMANN-Fiicherrand in Primiirrichtung durch eine Extinktionslinie zu markieren.

2. Rantgensehettenmikroskopie

Die Rontgenschattenmikroskopie stellt wohl von allen rontgenografischen Anwendungen der Elektronenstrahlmikrosonde die stiirkste Forderung an die Kleinheit des Rontgenfokus. Ein vom Rontgenmikrofokus im Abstand g = 10 pm befindliches Objekt wird auf eine Fotoplatte im Abstand b = 10 mm b zentralprojiziert mit der VergroBerung -= 103. g Der kleine Abstand g ist wegen der FRESNELschen Beugung gunstig, da die kleinste auflosbere Strecke gegeben ist durch 12, wo il die Rontgenwellenliinge ist. Tatsachlich ist ein g der angefuhrten GroBe zu erreichen, wenn eine Hohlantikathode benutzt wird. Bei der Wahl der Wellenliinge hat man drei, sich evtl. widersprechende Bedingungen zu erfullen: VgT sol1 klein sein, ein starker &fa//ender E/ekfronensfrah/ Abb. l a Abb. l b Abb. 1. Zur Beziehung zwischen Elektronenstrahldurchmesser und Rontgenfokusdurchmesser. a) Schema der zu primarer und sekundarer Emission angeregten Volumina (nach [C]), b) Gestalt der Rontgenstrahlenquelle in Kupfer. Oben : Intensitatsverteilung im Elektronenstrahl, unten: Intensitatskonturen, unten links: Konturen furder Maximalintensitat, unten rechts: Konturen der Rontgenintensitat fur 30 kV in logarithmischer Skala (nach 1 ~7 1 )


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