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Analysenautomation in Wasserlaboratorien mit flow-stream-Automaten I. Einsatzgebiete, Anwendungsgrenzen und Nutzen von flow-stream-Automaten in Wasserlaboratorien

✍ Scribed by Vogler, P.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1975
Tongue
English
Weight
834 KB
Volume
3
Category
Article
ISSN
0323-4320

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✦ Synopsis


Abstract

Der wachsende Bedarf an Wasserbeschaffenheitsdaten kann nur mit Hilfe einer durchgreifenden Rationalisierung der Untersuchungen gedeckt werden. Es werden einige Einsatzmöglichkeiten von flow‐stream‐Automaten für die Automatisierung chemischer Wasseruntersuchungen beschrieben. Derartige Geräte haben einen so hohen Nutzen, daß sich bei voller einschichtiger Auslastung ihre Anschaffung bereits nach wenigen Monaten amortisiert hat. Technisch‐ökonomische Zusammenhänge zwischen Arbeitskräftezahl, Automatisierungsgrad, Probenkapazität und Analysenumfang werden diskutiert und Möglichkeiten gezeigt, durch Zusammenarbeit mehrerer Laboratorien diese Größen günstig zu beeinflussen. In der Wasserwirtschaftsdirektion Havel hat sich der Einsatz eines Automatenlaboratoriums für sechs bis acht Wasserlaboratorien seit Jahren bewährt. In Anbetracht der für automatische Bestimmungen benötigten geringen Probenvolumina ist für viele Kriterien die Tiefkühlung die günstigste Konservierungsmethode für Wasserproben und Eichlösungen.

Die derzeitigen Aussagen über die Beschaffenheit von Oberflächenwasser, Grundwasser und Abwasser sind in vielen Fällen mit erheblichen Unsicherheiten belastet, weil die für diese Aussagen erforderlichen Primärdaten nur selten in ausreichender Zahl und ausreichender Qualität zur Verfügung stehen. Das unzureichende Primärdatenmaterial behindert das rechtzeitige Erkennen nachteiliger oder bedrohlicher Trends sowie nutzbarer Sanierungs‐ und Regelungsprozesse. Bei Investitionsvorbereitungen kann es zu unoptimalen Festlegungen bezüglich der Standorte und Bemessungen wasserwirtschaftlicher Anlagen führen. In Menge und Qualität unzureichendes Primärdatenmaterial zwingt vielfach dazu, in wasserwirtschaftliche Maßnahmen verschiedenster Art hohe zusätzliche Sicherheitszuschläge einzuarbeiten, welche letzten Endes bedeutende zusätzliche Investitionsaufwendungen nach sich ziehen. Andererseits führt der Mangel an Primärdaten in der Phase der Investitionsvorbereitung dazu, daß das erwünschte Ziel der Investitionsmaßnahme oft nur unvollkommen erreicht wird. Die insgesamt dadurch entstehenden volkswirtschaftlichen Verluste dürften um Größenordnungen höher liegen als der für die Bereitstellung eines ausreichenden Datenmaterials erforderliche Aufwand.

Hier existieren offenbar besonders große Reserven für die Effektivitätssteigerung wasserwirtschaftlicher Tätigkeit. Eine solche Effektivitätssteigerung setzt jedoch Primärdaten in sehr viel größerer Zahl und Vielfalt voraus, die wiederum nur auf dem Wege einer durchgreifenden Rationalisierung der Untersuchungstätigkeit zu erarbeiten sind.

Auch zur Bewältigung der in jüngster Zeit immer dringlicher werdenden Aufgaben auf dem Gebiet des Umweltschutzes sind Primärdaten der Wasserbeschaffenheit in solcher Zahl und Vielfalt erforderlich, daß ihre Erarbeitung ohne eine umfassende Rationalisierung der Primärdatengewinnung undenkbar ist. Diese Rationalisierung erfordert wegen der Komplexität von Wasseranalysen sowohl den Einsatz hocheffektiver Meßverfahren für möglichst viele Einzelkriterien, als auch durchgreifende Verbesserungen der Arbeitsorganisation und der Struktur der Untersuchungskapazitäten.


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