Amorphismus fester Körper. Ueber den Opal und den Zustand der Gestaltlosigkeit fester Körper
✍ Scribed by Fuchs, Joh. Nep. ;Conservator, Akademiker U.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1834
- Weight
- 704 KB
- Volume
- 11
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-5490
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✦ Synopsis
Ueber den Opal und den Zustand der Gestdtlosigkeit fester. Korpcr, Dr. J o h. Nep. F ~L cli 8 , Akndeririker u. Conservator. r o n ( Vorgelesen in der. Sitzrrng tier Akadeniie der M'issenrchafiee in MiincEeii am 9. MLrz 1333. *) Ea hat sich bei den Rlrrieralogcn und Cbemikern allmiilig die Ansicht aiisgebildet , dals die festen unorganischen Kiirper alle krpstallinisch gcbilclet seyen, und dafs diejenigen, 1x4 welchen man nichts von Krystallisation wahrnehmen knnndie sogenmnten dicbten oder compacten Nineralienals Aggregate von liiichst kleinen, der Wahrnelmung sich entziehenden , Krystallen oder gleichsam I(iysta1lkeirnen betrachtet werden miissen. Yon dieser Beschalfenbeit sind ohne Zweifel die meisten dichten lineralien ; und wir iiberzengefl uns davon vorziiglich durch den allmliligen Uebergang hry sl~lliniseherhiirniger und fawriger -Massen bis in die dicbten, welche wir daher a u c l mit necht jenon einverleihen, wenn sie in ihren iibrigen phyrischen EigearchaRen und in der cbemischen Constitution damit iibeceinkomen. Allcin ilicbt allgerncin giiltig ist Jiese Ansicht; nicht alle dichten >Iasseri lasserr sirh als solche Aggregate betracblcn j nicht bei alien zeigt sich eiri solcher Zusanirnenhang mit krplallinischm Gebilden ; es gibt m e h e r e , bei welcben die Hrystallistltiop S r J u d O S toriibergegangen ist , und die daher gesfalhse oder umoiphe Korpcr genannt werden hiinnen. Es aey mir erlaubt, iiber diese I{iirper Einiger hier vorzutragen, und iiber ihrea eigenthiimlichen Zustand und c!essen Bedeurung einige Betrachtuogen anzustellc.n; wobei ich aicht blos auf Mineralien, *) Aus den bayerischen Aunalen 1833 No. 51. (Blatt f3r Lileratur NO. XXXIV.) s. a45-3sL rondera such ruf andere, diesen iihnliche Substenzen, Riickricht nehmen will. Ich mache den Anling mit dem Opal, n e l c b e r mir von den tomlosen KBrpern einer der wichtig rtcn zu r e p scheint, indem sich von ihm a01 vie1 Licht oaf die Qbrigen rarbreitet. D e r n i n e Opal i d im Wesentlichen nichts sndero, sls gcrtalrloie und compete Hieselerde, w o v m man sich iiber. s e u g s n k r n n , sowohl wenn man ihn fiir sich genau brtrwhtet, alr such wonn man ihn mit dem reinen iind vollkommen rorgebildcten qiiarze , dem sogenannten [h~gkrystalle rergbitht , welcher die g c s i d t e t c Hieselerde repriisentirt. Nooh nie hat man ihn mit iiulwrn Krystallfliichen veraehen q etroffen, und sein Innercs i s t so beschan'en, darr man bci Betrachtung desselben nicht auf den Gedanken kommen kana, 81 sey darin aiich nur d c r Rtvingste I k i m von I~ryatalliantion rorhsndcn. Sein glstter and gliiiwender Bruch, und iiberhoupt scin g a m e r HaIAiis IiiL'st dirsrn Cedanken nicht a dhornmen, indcm dieser N h p e r 2 wenn er nicht mGl1ig zerkliifiet ist, ein Continuum von glrichern %usamrnenhanga nroh rllcn nicbtnngen darstcllt, dafs er in dieser Ninricbb nit den tropfbaren Fliissigkeitrn z u oergieichen ist , bei reklren men eich nirbts Krystallinischer vnrotcllen kaim wena man ria i n Gedenken aiich his in d i e fcinstan Tbcile verf'd@. Vom Qunrz uotcrscheidct er rich auffallend durcb v i d gmingeres specifisches GeNicht, weit geringere H a r t e , oinfacbe Strahlenbrechung und voni5glich such durch dar che misohe 17erhalten. zu Pulver zerrieben rerhindet ar sit& m i t Balk auf o m e m Wego, and erhirtet darntt unter Wser; HI S cine Eigenschaft ist, w e l c h dem Quame nicht 2w kammt , wean er aach in d a s feinste P u l v t r verwandelt worh , wie ich sehon bei elrter andern Gelegenheit g e m i g t hebc *). Dns Qurrzpnlver loset sich i n ridendm I l a l i l a u p . ) S. mehe Ahbandlung Ueber KuIk urd Miirfrl*# in Erdmann'r .
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