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Aminozucker-Synthesen, XVIII. 5-Acetamino-5-desoxy-L-gulofuranose und 4-Benzoylamino-4-desoxy-L-xylopyranose ausD-Glucosaminuronsäure

✍ Scribed by Weidmann, Hans ;Fauland, Erich ;Helbig, Rolf ;Zimmerman, Howard K.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1966
Weight
375 KB
Volume
694
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Aus dem lnstitut fur Organische Chemie der Technischen Hochschule Graz, Osterreich Eingegangen a m 12. November I965 N-Acetyl-(1) und N-Benzoyl-D-ghcosaminuronsaure (2a) geben bei der NaBH4-Reduktion 5-Acetamino-(3) bzw. 5-Benzoylamino-5-desoxy-~-gulonolacton (3a). Wahrend sich aus 3 durch Amalgam-Reduktion direkt 5-Acetamino-5-desoxy-~-gulofuranose (4) und daraus durch saure Hydrolyse 2-Hydroxymethyl-5-hydroxy-pyridin gewinnen IieB, konnte 3a iiber sein Amid 5a und Tetra-0-acetyl-nitril (6) zu 4-Benzoylamino-4-desoxy-~-xylopyranose (7) abgebaut werden. Die Acetolyse ihres 1.2.3-Tri-O-acetylderivates 7a lieferte N-Benzoyl-tetra-O-acetyl-L-xylopyrrolidinose (8).

Trotz der beachtlichen Zahl mehr oder weniger leistungsfahiger Methoden, wie sie in den vergangenen 10 Jahren fur die Synthese verschiedenster Arninozucker entwickelt wurden, sind insbesondere 4-Amino-4-desoxy-hexosen und -pentosen sowie 5-Acetamino-5-desoxy-hexosen relativ schwer zuganglich. Die Griinde dafiir sind wohl in der furanoiden bzw. pyranoiden Struktur, d. h. der Beanspruchung von C-4 bzw. C-5 durch einen Hemiacetalring, wie auch in der Schwierigkeit selektiver Substitutionen an diesen Stellen zu suchen. Hinzu kam das recht verbreitete natiirliche Vorkornrnen von 2-,3-,6-Amino-und 2.6-Diamino-hexosen sowie von 2-und 3-Aminopentosen, auf welche sich das Interesse vorwiegend konzentrierte. In jiingster Zeit sind aber 4bzw. 5-Amino-zucker wegen ihrer interessanten Isomerisierungsmoglichkeit zu Pyrrolidinosen bzw. Piperidinosen in den Vordergrund geriickt und an einigen Beispielen schon eingehend untersucht worden 2).