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Aminoalkohole, XV. Stereoselektive Darstellung und konfigurative Zuordnung der diastereomerenDL-3-Amino-1.2-diphenyl-propanole-(1) (zum Mechanismus der Ringschlußreaktion von Aminoalkoholen mit Benzimidsäureester)

✍ Scribed by Drefahl, Günther ;Hörhold, Hans-Heinrich


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1961
Tongue
English
Weight
928 KB
Volume
94
Category
Article
ISSN
0009-2940

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✦ Synopsis


Stereoselektive Darstellung und konfigurative Zuordnung der diastereomeren DL-3-Amino-1 .2diphenyl-propanole-(l) (zum Mechanismus der Ringschlu8reaktion von Aminoalkoholen mit Benzimidsaureester) Aus dem Institut for Organische Chemie und Biochemie der Universiut Jena (Eingegangen am 20. Oktober 1960) 3-Amino-I .2-diphenyl-propanon-(l) wird durch Reduktion mit Natriumborhydrid in ~~-erythro-3-Amino-1.2-diphenyl-propanol-( 1) iibergefdhrt; dessm N-Acetylderivat lagert sich beim Kochen mit alkoholischer Salzssure zum diastereomeren Aminoalkohol um. Die konfigurative Zuordnung stiitzt sich auf die IR-Spektren und auf RingschluBreaktionen, die zu den 2.5.6-Triphenyl-5.6-dihydro-4H-l.3-oxazinen ftihren. -Als Zwischenstufen zur Bildung von substituierten 2-Phenyl-5.6-dihydro-4H-1.3-oxazinen bzw. substituierten 2-Pha nyldz-oxazolinen aus Aminoalkoholen und Bendmidsilureester wurden die entsprechenden Amidine erkannt. Es Wird ein Mechanismus diskutiert, der diese Zwischenstufe berllcksichtigt. I .3-Aminoalkohole vom Typ I wurden meist mit dem Ziel einer pharmakologischen Anwendung synthetisiert. Unter diesen Aminoalkoholen und ihren Estern finden sich anbthetisch wirksame Substanzen; das Hydrochlorid des p-Amino-benzoeslters von Ia ist als Lokalaniisthetikum Tutocain bekannt. Die tertiaren Aminoalkoholbasen lieBen sich aus den leicht darstellbaren tertilren Mannich-Keto-Basen durch Reduktion gewinnen. War bei den verwendeten Ketobasen bereits ein Kohlenstoffatom asymmetrisch, so enthalt die bei der Reduktion entstehende Alkoholbase zwei Asymmetriezentren. Damit miissen von jeder Verbindung zwei diastercomere Racemate existieren. Als Reduktionsprodukt wurde jedoch auch bei der alkylierenden Reduktion mit Grignard-Reagenz gew6hnlich nur ein Isomeres isoliert; die Reaktionen sind vorwiegend im Sinne einer asymmetrischen Synthese verlaufen. Die Konfiguration der erhaltenen Verbindungen ist jedoch nicht bestimmt worden.

  1. XIV. Mitteil.: G. DREPAHL und G. HEUBLEIN, Chem. Ber. 94,922 [196l].

  2. C. MANNICH und W. HOP. Arch. Pharmaz. Ber. dtsch. pharmaz. Ges. 265, 589 [1927]. 3) I. N. NASAROW und JE. M. TSCHERKASSOWA, I. allg. Chan. (rusr.) 2! ! , (87) 2120 [1955]; 4) CH. F. HUEIINER und H. A.