Ambulante oder stationäre Behandlung der Knochenbrüche im Bereich der Sprunggelenkgabel?
✍ Scribed by Hermann Lessing
- Publisher
- Springer
- Year
- 1954
- Tongue
- English
- Weight
- 243 KB
- Volume
- 46
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Bereich der Sprunggelenkgabel". Er ging ein auf die sehr zahlreichen Operationsmethoden, die von den verschiedensten Operateuren angewandt werden und berichtete fiber 509 frische KnTchelbrfiche, yon denen etwa 60 ~o stationfi.r und 40 % ambulant behandelt wurden. Von der Gesamtzahl wurden 10% operiert. Aufter diesen wurden noch 25 alte in schlechter Stellung verheilte Briiehe operativ behandelt. BECK gibt --wie aus seiner Statistik hervorgeht --der klinischen Behandlung den Vorzug und sagt, dal3 nach seiner Meinung ein operatives Vorgehen in vielen Fallen nicht zu umgehen ist. Er verwirft die Ansicht B6HLERS, der eine Versehraubung und eine Nagelung der KnSchelbrfiehe hie ffir notwendig halt und sogar davor warnt.
Ich dagegen stimme BTHLER ZU und bin der Ansicht, dab man mit wenigen Ausnahmen --selbstverstandlich naeh genauer anatomiseher Einrichtung --mit einem ungepolsterten Gehgips auskommt und damit dieselben oder sogar bessere Resultate erzielt bei grol3er Einsparung yon Krankenhaustagen. Denn diese Behandlung kann in den meisten Fallen ambulant durchgeffihrt werden.
Ein ganz wesentliches Moment sehe ich darin, daft der Unfallverletzte sieh yon vornherein nicht so als Kranker ffihlt, da er nicht ans Bert gefesselt ist. AuBerdem kann sich der ungfinstige Einflul~ einer Unfallverletzten-Station in psychischer Hinsicht nicht auswirken und ungerechtfertigte l~entenansprfiche nicht entstehen lassen. Ein weiterer Vorteil ist die Abktirzung der Arbeitsunfahigkeit, denn die Muskulatur kommt nicht in einen derartigen Zustand der Erschlaffung, wie wir es bei stationaren Behandlungen immer wieder erleben. Bfiroangestellte und Geistesarbeiter sind eventuell sehon nach wenigen Tagen in der Lage, ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Aber auch Mensehen mit anderer Tatigkeit k6nnen bald mit Einsehrankung arbeiten. So war ieh selbst bei einem vor einigen Jahren erlittenen KnSehelbrueh imstande, naeh etwa 1 Woche meine operative Tatigkeit in gewissem Umfange durehzuf/ihren.
)/Ieine im weiteren angeffihrten Zahlen beweisen, dab die verzSgerte Callusbildung und die Pseudarthrosenbildung bei der ambulanten Behandlung aufterordentlieh selten vorkommen.
Es ist durehaus m6glich, dab meine Falle nieht so sehwer gewesen sind, wie die, im Bergbau erlittenen Unfalle. Es fehlen in meiner Aufstellung die offenen Brfiehe ganz, die, wenn sie vorhanden waren, wahrseheinlieh direkt in das