Aluminium-organische Synthese im Bereich olefinischer Kohlenwasserstoffe
✍ Scribed by Dr. Dr. E. h. Karl Ziegler
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1952
- Tongue
- English
- Weight
- 767 KB
- Volume
- 64
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
D e r Verlauf einer neuartigen Additionsreaktion von a-Olefinen an LiAIH, bzw. AIH, konnte aufgeklart werden. U b e r die Additionsprodukte i s t jetzt auch die C=C-Bindung i n bestirnrnten Olefinen rnit LiAIH, bzw. AIH, reduzierbar. Auch Alurniniurntrialkyle verrnogen sich an Athylen oder a-Olefine zu addieren. Bei Ternperaturen von etwa ZOOo C verandern Alurniniumtrialkyle Athylen und andere Olefine rein katalytisch u n t e r Bildung hoherer Olefine durch Polyrnerisation. Dieses Verfahren wurde bereits halbtechnisch erprobt. D i e neuen Ergebnisse eroffnen d e r praparativen organischen Chernie und i h r e r Technik neue Moglichkeiten. Die aluminium-organischen Verbindungen, worunter vorziiglich echte Alurniniurntrialkyle verstanden sein sollen, haben lange Zeit nur geringe Beachtung gefunden. Vie1 mehr als ihre E i g e n s c h a f t e n war uber sie bisher kaum bekannt. Sie sind farblose, destillierbare, leicht bewegliche Fliissigkeiten, empfindlich gegen Feuchtigkeit und Sauerstoff. Die Anfangsglieder. der Reihe sind selbstentzundlich. Sie addieren Ather, Thioather und Amine zu bestandigen Moleklilverbindungen, die in keiner Weise mehr ohne totale Zerstorung in die I(omponenten zu spalten, und die unzersetzt destillierbar sind. Chemisch ist an ihnen allein ein Befund bemerkenswert, den wir MeerweirP) verdanken. Danach reagiert Aluminiumtriathyl mit Aldehyden, z. B. Chloral, abnorm. Es findet nicht unter Addition des Metallalkyls an die C=O-Bindung eine echte metallorganische Synthese statt, wie dies fur Magnesium-Verbindungen charakteristisch ist, sondern unter Athylen-Abspaltung eine Reduktion: