Allergische Antik�rper nach Penicillinbehandlung
✍ Scribed by Frobenius, M. ;Martin, J.
- Book ID
- 104772353
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1949
- Weight
- 152 KB
- Volume
- 66
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-2917
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✦ Synopsis
in der in-und ausl/iddischen Literatur hfiufen sich die Angabe n fiber allergische Reaktionen bei und nach Penicilinbehandlung. Die allergische Natur dies erVorgfinge wird durch die Natur und Applikatiortsart des Medikamen.ts, sowie durch die Erscheinungsform der beobachteten Reaktionen nahegelegt. Wir koanten his jetzt in der Literatur jedoch keine Angaben darfiber finden, ob der Naehweis des allergisehen Antik0rpers gelungen sei, tier die Diagnose ,,Penicillina11,ergie" erst vOllig abrunden ' k6~,nte. Darfiber hinaus wtirde der Nachweis dieses allergischen Anti-k6rpers die M6gliehkeit erschliegen, auch solche Reaktionen als allgergiebedingt anzusehen, die man nicht ohne weiteres in den allergischen Formenkreis einbeziehen kann. SchlieBlich wtirden im Falle des gelungenen Nachweises auBerdem wiehtige Erkenntnisse fiber das Verhalten allergiseher Antik6rper und die Verschiedenheit der Sensibilisierbarkeit beim Mensehen zu gewinnen sein.
Die Verfasse r haben es daher unternommen, an bisher 9 mit Penicillin behandelten Sfiuglingen im passiven Anaphylaxierversuch denAntik6rpernachweis zu ffihren, mid zwar bei Patienten, die mit einer Ausnahme allergische Erscheinungen nieht geboten hatten.
Methodik: Der AntikSrpernaehweis erfolgte nach der Prausnitz-Kiistnerschen Methode 1 in der Modifaktion naeh Urbach 2. Da alle Forderungen hinsichtlich elner einwandfreien Technlk (vg. Kiimmerer a, Berger und Hansen 4) peinlich genau bef01gt wurden, sind die Ergebnisse als gesichert zu betrachten. Die AuslSsung der Reaktionen gesehah framer 48 Stunden naeh Setzen der Kranken-und Normalserumdepots mittels einer subcutanen Injektion einer 1000 O.E.-Einheiten enthaltenden PenieillinlSsung (0,1---0,2 cm a) mindestens 10 em von den Serumdepots entfernt, die an symmetrisehen Stellen der Rtiekenhaut der Versuchspersonen angelegt waren.
In 8 yon 10 untersuchten Krankenseren gelang eindeutig der Nachweis des Prausnitz-Ki~stnerschen Reagins. D a wiederholt mehrere Krankensera zugleich bei einerVersuchsperson geprfift wurden, kann aus tier ver-* Amnerkung bei tier Korrektur: Inzwisehen konnte tier AntikSlpernaehweis bei weiteren FNIen erbraeht wercIen. Die hier mitgeteitten Befunde haben sieh erneut be-stS~tigt. Erweitert wurden sie ins0fern, als (Ier AntikSrpernaehweis in einem Falle bereits am 2. Tag (ter Penieillinbehandlung (allerdings sehwach) gelang. Dieser Befund scheint theoreliseh yon erheblieher Bedeutung.
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