Aktivität von Lipasen und Esterasen gegenüber tertiären Alkoholen: neue Einblicke in Struktur-Funktions-Beziehungen
✍ Scribed by Erik Henke; Jürgen Pleiss; Uwe T. Bornscheuer
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2002
- Tongue
- English
- Weight
- 108 KB
- Volume
- 114
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Professor Rolf D. Schmid zum 60. Geburtstag gewidmet Hydrolytische Enzyme sind vielseitige Biokatalysatoren und finden zunehmend Anwendungen in der organischen Synthese. [1] Eine betr‰chtliche Zahl industrieller Verfahren unter Einsatz dieser Enzyme wurde bereits etabliert. [2] Innerhalb dieser Enzymklasse werden Lipasen (E.C. 3.1.1.3) und Carboxylesterasen (E.C. 3.1.1.1) h‰ufig eingesetzt, da sie ein sehr breites Spektrum nicht nat¸rlicher Substrate akzeptieren, ¸blicherweise in organischen Lˆsungsmitteln sehr stabil sind und gute bis ausgezeichnete Stereoselektivit‰t zeigen. Der weitaus grˆ˚te Teil der (chiralen) Substrate, die von ¹ 2002 WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Weinheim 0044-8249/02/11417-3338 $ 20.00+.50/0 Angew. Chem. 2002, 114, Nr. 17 eine monomolekulare Struktur mit konstantem T m bis hin zu viel hˆheren Konzentrationen (> 10 mm). Der alternierende F 5 -P-F 5 -P-Stapel, welcher in 12 und 14 k¸rzer ist oder fehlt, versteift im Fall von 13 die Mitte des Oligonucleotids. [27] Der Einfluss der intramolekularen Stapelungswechselwirkung zwischen Phenyl-und Pentafluorphenylresten auf die Du-plexstabilit‰t ist also grˆ˚er als die seitliche, intermolekulare Komponente. Dies ist nicht weiter ¸berraschend, wenn man sich die unterschiedliche Ausdehnung der Kontakte in den beiden Richtungen vor Augen h‰lt. Zusammenfassend l‰sst sich festhalten, dass komplemen-t‰re Ladungsverteilung wie in den Phenyl-und Pentafluorphenyl-C-Nucleosiden 1 und 2 ein neuartiges Designprinzip f¸r k¸nstliche Basenpaare darstellt. Die Resultate dieser Studie unterstreichen ferner die Bedeutung intramolekularer Stapelungskr‰fte f¸r die thermodynamische Stabilisierung von Oligonucleotidduplexen. Andererseits konnten intermolekulare Stapelwechselwirkungen k¸rzlich in einem Basenpaar, bestehend aus zwei Bipyridinresten, genutzt werden. [13] Eine Kombination dieser Eigenschaften kˆnnte zu orthogonalen, nicht wasserstoffverbr¸ckten, nicht form-komplemen-t‰ren Basenpaaren f¸hren. Experimente in dieser Richtung, wie auch Versuche, das Pentafluorphenyl-Phenyl-Basenpaar mit Polymerasen zu replizieren, sind gegenw‰rtig im Gange.