Abrieb- und Oberflächenuntersuchung bei einer Totalendoprothese nach McKee Farrar
✍ Scribed by M. Ungethüm; H. Zenker
- Publisher
- Springer
- Year
- 1973
- Tongue
- English
- Weight
- 476 KB
- Volume
- 76
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
The amorphous material accumulated in the joint space of a MeKee-Farrar endoprothesis after a 3-years' period of function has been analysed. Light-and transmission electron mieroscopical photograms were performed in order to describe micromorphological aspects of the acetabular surface. Origin and development of scratch marks are discussed.
Zusammen]assung. Bei einer
McKee-Farrar-Totalendoprothese (ca. 3 Jahre implantiert) wurde die im Innern der Gelenkkapsel vorgefundene amorphe Masse mit Hilfe verschiedener Analysenmethoden untersucht. Um die Mikromorphologie der Pfannenoberfläche dieser Prothese zu beschreiben, wurden Rauhtiefendiagramme und licht-sowie elektronenmikroskopisehe Aufnahmen angefertigt. Die Entstehung der Schleifspuren wird diskutiert. Der vorliegenden Untersuchung liegt als Material eine Totalendoprothese nach McKee-Farrar zugrunde, die bis zum Tode der Patientin 2 Jahre und 10 Monate gute Funktion hatte. Wegen zunehmender Beschwerden bei einer ausgeprägten Coxarthrose rechts mit Beugeund Adduktionsfeh]stellung wurde bei der damals 72jährigen Patientin (Gewicht ca. 65 kg) der rechte Hüftkopf und die Pfanne durch eine Totalendoprothese nach McKee-Farrar ersetzt (Abb. 1). Der operative Verlauf war komplikationslos. In den folgenden knapp 3 Jahren konnte die Patientin alle Bewegungen in der operierten Hüfte nahezu frei und schmerzlos ausführen. Nach dem Tode durch Schlaganfall erfolgte die Entnahme des gesamten rechten Hüftgelenkes mit Becken-und Femuranteil. Beim Öffnen der Gelenkkapse] zeigte sich, daß sich zwischen Prothese, Prothesenhals und Kapselinnenhaut ein gräulich amorphe Masse in einer Menge von ca. 10 cm ~ befand. Die amorphe Masse schien bröckelig, z. T. an der Gelenkinnenhaut verbacken, im Sinne einer Adhärenz, die jedoch leicht gelöst werden konnte. Außerdem fand sie sich in sämtlichen Umschlagfalten der Gelcnkkapsel, sowohl im Femursehaftanteil als auch an der Pfanne im Bereich der sichtbaren Palacosstruktur. Die Flüssigkeit im künstlichen Hüftgelenk und im Kapselbereich war gering. Eine histologisehe Untersuchung der Kapselanteile und der Prothese benachbarte Gewebe konnte nicht erfolgen, da zum Zeitpunkt der Teilsektion bereits 5 Tage mit hohen Temperaturen seit dem Tode verstrichen waren und diese Gewebeanteile histologisch autolytische Veränderungen aufwiesen, die eine feingewebliche Aussage unmöglich machten~ * Die Untersuchungen wurden durch finanzielle Unterstützung der Stiftung Volkswagenwerk ermöglicht.