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ABC Geschichte der Chemie. Herausgegeben von S. Engels, R. Stolz, W. Göbel, F. Nawrocki und A. Nowak. 511 Seiten, zahlr. Abb., 11 Tab., 5 Karten. VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1989. Preis: 60,– DM

✍ Scribed by Schwenke, K. D.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1990
Tongue
English
Weight
94 KB
Volume
34
Category
Article
ISSN
0027-769X

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Mit dem vorliegenden Lexikon der Geschichte der Chemie wird der i-Punkt auf eine Reihe guter chemiegeschichtlicher Biicher, die in letzter Zeit in unserem Lande erschienen sind, gesetzt. 2000 alphabetisch angeordnete Stichwortartikel ermoglichen eine schnelle Information iiber Personlichkeiten aus der Geschichte der Chemie und ihrer Teilgebiete sowie iiber Methoden, fundamentale GroIjen und Begriffe, Theorien, Stoffe und Elemente der Geschichte der Chemie. Synoptische Zeittafeln und Kartenmaterial zur Entwicklung chemischer Kenntnisse, Tabellen iiber die Bildung wissenschaftlicher Gesellschaften und die Entstehung wissenschaftlicher, insbesondere chemischer Zeitschriften, Nobelpreistrager und ein Verzeichnis bedeutender Chemiker, Physiker und Naturwissenschaftler mit Lebensdaten -das alles bildet einen gewichtigen Anhang zum lexikalischen Werk und macht dieses zu einem wertvollen Arbeitsmittel fur den chemiegeschichtlich ambitionierten Forscher. Zudem bereitet die Lektiire dieses Buches Vergniigen und manche uberraschung, und sie diirfte bei vielen Lesern die Entdeckerfreude am wissenschaftljphen Detail fordern.

Im Hinblick auf einige wiinschenswerte Erganzungen, Anderungen und Richtigstellungen bei einer zweiten Auflage sei folgendes angemerkt: Zum Kapitel ,,Proteine": Der Name wurde bereits 1838 von Mulder gepragt. Systematische Untersuchungen iiber EiweiBstoffe wurden jedoch erstmalig bereits von Fourcroy und Vauqueliu durchgefiihrt, nachdem der Erstgenannte 1789 postuliert hatte, daB diese eine eigene Stoftlclasse bilden. Das erste EiweiBprlparat (Weizenkleber) wurde bereits 1728 von Beccari gewonnen (Publikation 1745). Die ersten Proteinkristalle wurden schon 1847 (Hamoglobin) von Reichert beschrieben, und die ersten kiinstlichen Kristalle eines Proteins (Speicherprotein der BrasilnuB) 1858 von Maschke gewonnen.

Zu rechtfertigen ware es, folgenden Forschern jeweils einen Abschnitt zu widmen. Braconnot (Cellulose, Glucose aus Cellstoff, Glycin, Leucin, PflanzeneiweiD, Legumin u. a.), Mulder (Einfiihrung der Elementaranalyse in die EiweiBforschung. Aufstellung allgemeiner Proteinformel und Ableitung einer Theorie der Proteine und deren Rolle im Stoffwechsel). Bei weiteren Artikeln waren Erganzungen wiinschenswert :

Fourcroy und Vauquelin (siehe unter Proteine), Langenbeck (organische Verbindungen als Enzymmodelle + ,,Synzyme"), Liebig (Arbeiten auf dem Proteingebiet, widerlegte mit seinen Schiilern im GieBener Labordtorium die Proteintheorie (+) Mulders), Aminosauren (Saulenchromatographische Trennung durch Moore und Stein).

Die synoptischen Zeittafeln des Anhanges erscheinen im Hinblick auf echte Hohepunkte in Politik, Kultur und Kunst des letzten halben Jahrhunderts iiberarbeitungswert. K. D. SCHWENKE J. ADRIAN : Dictionnaire agro-alimentaire/Dictionary of food science and industry (English/French -French/