Bernd Isecke, Leiter der Fachgruppe ,,Korrosion und Korrosionsschutz'' bei der Bundesanstalt fu ¨r Materialforschung und -pru ¨fung, sein 60. Lebensjahr. Gemeinsam mit zahlreichen Fachkollegen, Autoren und Lesern der Zeitschrift ,,Materials and Corrosion'' u ¨berbringen die Mitherausgeber und die Re
60. Geburtstag von Prof. Dr.-Ing. Michael Pohl
✍ Scribed by G. Lange
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2003
- Tongue
- English
- Weight
- 30 KB
- Volume
- 34
- Category
- Article
- ISSN
- 0933-5137
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✦ Synopsis
Am 16. Mai dieses Jahres vollendet Michael Pohl sein 60. Lebensjahr. Obwohl noch weit vom Zenit seines Gesamtschaffens entfernt, bedarf die exorbitante Fu ¨lle seiner bisherigen Aktivita ¨ten einer erheblichen mehrachsigen Kompression, um den von einer Fachzeitschrift vorgegebenen Wu ¨rdigungsumfang nicht zu sprengen.
Die Richtschnur fu ¨r die erfolgreiche Laufbahn wurde ihm bereits in die Bochumer Wiege gelegt: Sein Vater, promovierter Hochofendirektor bei Krupp, zeigte schon dem kleinen Michael bei ihren sonnta ¨glichen Besuchen in der Hu ¨tte, wie man "Tonnen produziert". Stahlwerken und ihren Erzeugnissen blieb er ein Leben lang verbunden, als Zweiter Schmelzer am Hochofen wa ¨hrend der Semesterferien seines Hu ¨ttenkunde-Studiums an der RWTH Aachen, als Diplomarbeiter auf dem Themengebiet Nichtmetallischer Einschlu ¨sse in Edelsta ¨hlen, spa ¨ter als Berater, Gutachter und Initiator zahlloser Forschungsprojekte.
Pohls Passion fu ¨r die Wissenschaft entwickelte sich im Rahmen seiner Dissertation u ¨ber das Ausscheidungsverhalten austenitischer Chrom-Nickel-Sta ¨hle, einer Arbeit, die er am Aachener Gemeinschaftslabor fu ¨r Elektronenmikroskopie in den Jahren 1971 bis 1977 unter der Betreuung des beru ¨hmten Winfried Dahl verfasste. Die außerordentlich fruchtbare, korrelierende Zweigleisigkeit zwischen theoretischem Versta ¨ndnis und praktischer Anwendung, zwischen dem Eisen als Atom und als "Tonne", hat Michael Pohl zur Perfektion gefu ¨hrt. Wenn auch mit zunehmendem U ¨berblick die Bescha ¨ftigung mit einzelnen Werkstoffen der mit weitgehend materialunabha ¨ngigen Mechanismen gro ¨ßere Anteile einra ¨umte, brach seine Liebe zum Stahl immer wieder durch -in den letzten Jahren u. a. mit grundlegenden Beitra ¨gen zu Duplex-Sta ¨hlen, zu nichtrostenden und aufgestickten Austeniten sowie zu einer besonders "vielschichtigen" Erscheinungsform, dem Damaszener-Stahl.
Von seiner erfolgreichen Ta ¨tigkeit ku ¨nden mehr als 250 Publikationen in renommierten Zeitschriften und Buchverlagen. Die wichtigsten bearbeiteten Felder lassen sich nur summarisch auflisten: Kriechvorga ¨nge und Quantifizierung der Kriechporosita ¨t, Korrosionsprobleme -insbesondere der erstmalige mikroanalytische Nachweis der Chromverarmung in sensibilisierten nichtrostenden Sta ¨hlen -, Verschleißmechanismen mit Schwerpunkten in der Tribokorrosion und in der Entwicklung wirkungsvoller Verschleißschutzschichten, Kavitationsuntersuchungen mittels einer genial entwickelten Blasenbeschuss-Technik.
Zwei Gebiete haben ihn von Anfang an fasziniert: die Metallographie und die Schadensanalyse. Auch hier decken seine Beitra ¨ge jeweils die gesamte Bandbreite ab, von der Pra ¨parationstechnik bis zu den Feinheiten elektronenoptischer Untersuchungsverfahren bzw. zu den metallkundlichen Vorga ¨ngen bei der Entwicklung von Bru ¨chen. (Selbst vor Kunststoffen und vor Keramiken schreckt der gelernte Hu ¨ttenmann in diesem Zusammenhang nicht zuru ¨ck.) Nahezu zwangsla ¨ufig resultierten daraus der langja ¨hrige Vorsitz des Metallographie-Ausschusses der Deutschen Gesellschaft fu ¨r Materialkunde und seit 1999 die Leitung des Arbeitskreises "Schadensanalyse" im Verein Deutscher Ingenieure. Zahllose Tagungen wurden von ihm organisiert oder -wie 1989 die hochrangige Veranstaltung "Gefu ¨ge und Bruch" -ins Leben gerufen und institutionalisiert. Vor drei Jahren wurde ihm eine besondere Ehrung zuteil: Seine Fachkollegen verliehen ihm die ho ¨chste Auszeichnung auf dem Gebiet der Metallographie, den Roland-Mitsche-Preis. Unermu ¨dlich setzt er sich auf nationaler und internationaler Ebene fu ¨r die Interessen technisch-wissenschaftlicher Gesellschaften ein. Mit
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