50. Hauptversammlung des Verbandes Landwirtschaftlicher Versuchsstationen
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1929
- Tongue
- English
- Weight
- 347 KB
- Volume
- 42
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
No coin nor oath required. For personal study only.
โฆ Synopsis
Prof. Dr. F. H o n c a m p , Rostock: ,Der Einflup der Chemie auf die Entwicklung d e t Landwittschaft." Vortr. gibt eine Ubersicht iiber den Stand der Landwirtschft bis in das 19. Jahrhundert und eriirtert die Bedeutung kunstlicher Dtingemittel. Selbst wenn die Kalisalzstatten und Phosphatlager einmal viillig abgebaut win sollten, wird die Chemie neue Quellen erschlmsen haben. So sind seit Jahren Bestrebungen im Gange, KalidUngemittel aus Rohsalpeter, aus Seetang uiid kalihaltigen Ruckstmen eingetrockneter Salzseen zu gewinnen. Die Chemie der Erniihrung und Dtingung der Pflanzen steht heute schon a d ziemlich festem Boden. Nicht in gleichem Ma& gilt dim hinsichtlich der Bodenforechung. In der Bekanlpfuq pflanzlicher m d tierischer Schldlinge landwirtschaftlicher KuMurpflanzen kommt den chemischen Bekiimphgsmitteln groBe Bedeutung zu. Vortr. geht dann aut die Bedeutung der Chemie fur die tierische Ernahrungs-und Fiitterungslehre ein, wobei er die Verschiedenwertigkeit der verschiedenen EiweiBstofb fiir die tierische Ernahrung hervorhebt. Eine Anzahl von Proteinstoffen ist in erniihrungsphysiologischer Hinsicht unvollstkdig. Es ist anzunehmen, daB, je arteigener das FuttereiweiB dem tierkchen EiweiB ist, welches neu aufgebaut oder ersetzt werden soll, desto groBer auch seine biologische Wertigkeit sein wird. Diese biologische Wertigkeit der EiweiBstoffe in den verschiedenen Futtermitteln hat fur die praktische Landwirtschaft deehalb so grofle Bedeulung, weil wir bezulich der Versorgung des landwirtschaftlichen Nubviehs rnit Eiweifl noch in groBem Umfang auf die auslaudische Zufuhr angewiesen sind. Als einen der groBten Erfolge der Chemie bezeichnet Vortr. die Arbeiten, die wlhrend des Krieges zeigten, daB es auf chemischem Wege durch einen Quellungsvorgang der Strohrohfasern gelang, die an sich schwer verdaulichen Cellulosekomplexe des Strohs fur die Pflanzenfresser leichter verdaulich zu machen. Aussichtsileicher als die StrohaufschlieBung ist wahrscheinlich die Holzhydrolyse. Weit wichtiger als die .Beschaffung von Kohlenhydraten ist aber die von Futtereiweifl. Man hat dies durch Vermehrung von Mineralhefe zu gewinnen versucht. Zur Erzeugung solcher Mineralhefe werden als Rohstoffe Melasse oder Zucker. ferner schwefelsaures Ammoniak und Superphosphat beiiotigt. Deren Beschaffung ware gleichbedeutend rnit der Ueschaffung ausi-ichender Mengen von FuttereiweiB durch inllndische Erzeugung, aber auch rnit der Lkung der ganzen Zuckerfrage, denn die fur den Zucker bestehenden Absatzschwierigkeiten infolge der Uberproduktion an Rubenzucker und der Konkurrenz des Zuckerrohrbaus durften auf diese Weise behoben werden. -Geh. Reg.
๐ SIMILAR VOLUMES
I 46. Jabra. 1433. Nr id Jod uiid den Dampfen braun liisender Lijsungsmittel stattfinden. Friihere Untersuchungen yon anderer Seite haben das Gegenteil ergeben; sind aber auch bci relativ hohen Temperaturen ausgefuhrt worden. Eigene Messungen der Sattigungskonzentralion von festeni Jod in der Gaspha