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[{2,6-(Me2NCH2)2C6H3}Sn]2: ein intramolekular koordiniertes Diorganodistannin

✍ Scribed by Roman Jambor; Blanka Kašná; Karl N. Kirschner; Markus Schürmann; Klaus Jurkschat


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2008
Tongue
English
Weight
329 KB
Volume
120
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


1] einschließlich eines begleitenden Kommentars in den Chemical and Engineering News [2] dokumentiert wurde. Eine erfolgreiche Strategie, um das Verständnis intramolekularer Bindungskräfte zu vertiefen, ist das Studium von schweren Carbenanalogen (R 2 E), ihren Übergangsmetallkomplexen (L n M=ER 2 ) und von Verbindungen, die Mehrfachbindungen zwischen schweren Hauptgruppenelementen aufweisen (wie R 2 E = ER 2 , [3][4][5][6][7] RE ER [8][9][10][11][12][13][14][15][16][17][18][19] und L n M ER [20][21][22] mit E = Si, Ge, Sn, Pb). In einem kürzlich erschienenen Übersichtsartikel von Power werden die theoretischen und experimentellen Beiträge zum Verständnis der Bindung zwischen Elementen der 14. Gruppe zusammengefasst. [23] In den letzten Jahren haben Verbindungen der Typen REER und L n M ER besonderes Interesse hervorgerufen und einen vorläufigen Höhepunkt in der Synthese von [{(Me 3 Si) 2 CH} 2 -(iPr)SiSi] 2 erreicht. [12] Diese Verbindung komplettiert die Serie schwerer Alkin-Analoger von Elementen der Gruppe 14 mit der Oxidationszahl + 1.

Die zwei allgemeinen Synthesemethoden zur Herstellung von RSnSnR-und RPbPbR-Verbindungen sind a) die Reduktion heteroleptischer Stannylene RSnCl mit Alkalimetallen und b) die Reaktion von RPbBr mit LiAlH 4 . [8] Interessanterweise wurde im ersten Fall eine Mischung bestehend aus Mono-und Dianionen, [RSnSnR] À und [RSnSnR] 2À , und der neutralen Verbindung RSnSnR erhalten. [16] Ein wesentlicher Strukturunterschied zwischen Alkinen, RCCR, und ihren schweren Element-Analogen REER (E = Si, Ge, Sn, Pb) besteht darin, dass die REER-Verbindungen eine trans-gewinkelte Geometrie aufweisen, während Alkine linear sind (Schema 1). Nach wie vor ist es nicht eindeutig geklärt, ob die Alkin-Analogen der Elemente der Gruppe 14 eine echte Dreifachbindung (A), eine Doppelbindung (B) oder eine stark trans-gewinkelte Geometrie (C) aufweisen. [24][25][26][27] Auf der Basis einer 29 Si-Festkörper-NMR-Studie wird für das Silicium-Analogon die Dreifachbindung favorisiert. [28] UV/Vis-Absorptionen und Molekülorbitalrechnungen deuten darauf hin, dass Verbindungen des Typs Ar'MMAr' (M = Ge, Sn; Ar' = C 6 H 3 -2,6-(C 6 H 3 -2,6-iPr 2 ) 2 ) Mehrfachbindungen in Lösung aufweisen. [27] Die erfolgreiche Synthese der genannten Verbindungen ist assoziiert mit der Verwendung sterisch sehr anspruchsvoller Substituenten, z. B. substituierter Aryl-und Organosilylgruppen, die ihrerseits eine kinetische Stabilisierung bewirken. Ein anderes Konzept zur Stabilisierung von z. B. schweren Carbenanalogen ist die Verwendung von intramolekular koordinierenden "built-in"-Liganden. Bekannte Vertreter sind N,C,N-und O,C,O-koordinierende Zangenliganden, die unter anderem zur Synthese der heteroleptischen Stannylene {2,6-(Me 2 NCH 2 ) 2 C 6 H 3 }SnCl, [29] [2,6-{P(O)-(OR) 2 } 2 -4-tBuC 6 H 2 ]SnCl (R = Et, iPr) [30,31] und {2,6-(RO-CH 2 ) 2 C 6 H 3 }SnCl (R = Me, tBu) [32] verwendet wurden.

Im Rahmen systematischer Untersuchungen zur Reaktivität dieser Verbindungen und ihrer Übergangsmetallkomplexe berichten wir hier über die Synthese der Organozinn(I)-Verbindung [{2,6-(Me 2 NCH 2 ) 2 C 6 H 3 }Sn] 2 und diskutieren auf der Basis einer Einkristallröntgenstrukturanalyse und von MO-Rechnungen den Einfluss der intramolekularen N!Sn-Koordination auf die Sn-Sn-Bindung.


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