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140. Untersuchungen zur Deckschichtbildung beim Einsatz der Ultrafiltration zur Trinkwasseraufbereitung

✍ Scribed by Dipl.-Ing. S. Panglisch; Dipl.-Ing. G. Hagmeyer; Prof. Dr.-Ing. Habil. R. Gimbel


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1994
Tongue
German
Weight
244 KB
Volume
66
Category
Article
ISSN
0009-286X

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✦ Synopsis


axiale Richtung in der Pore. Da experimentell der FluB Ji pro Flacheneinheit der Membran ermittelt wird, muB noch die Porositat der Membran eingefuhrt werden. Der fur eine Membran charakteristische Quotient aus Porositat AK und Membrandicke Ax wird durch Anpassung aus Einzelstoffversuchen ermittelt. Die Konzentration in der Membran bei Kenntnis der Konzentration der freien Usung wird mit Hilfe des Donnan-Potentials und der Neutralitatsbedingung in der Membran bestimmt, wobei in die Neutralitatsbedingung die Oberflachenladung der Membran mit eingeht. Da die Dissoziation der Oberflachengruppen u. a. von der Salzkonzentration und der Salzart abhangt, muR mit Hilfe von Einzelstoffversuchen bei verschiedenen Konzentrationen die effektive Oberflachenladung @X durch Anpassung bestimmt werden. Mit Hilfe der zwei durch Anpassungen an Einzelstoffversuche ermittelten Parameter A K ~A x und @X kann fur Mischungen die Ruckhaltung numerisch vorausberechnet werden.

Die Abh. zeigt die so erhaltenen und die experimentell ermittelten Werte fur die Nanofiltrationsmembran Desal5. Daraus ist zu entnehmen, daB auch die negative Ruckhaltung fur Chlorid in der Mischung vorausberechnet werden kann, was z. B. mit den fur die Umkehrosmose ublichen Ansatzen nicht moglich ist. lnsofern stellt die vorgestellte Methode eine deutliche Verbesserung dar. Allerdings konnen je nach Art der Sake und deren Konzentrationen bei verschiedenen Nanofiltrationsmembranen auch groae Abweichungen zwischen Theorie und Experiment auftreten. Da diese Abweichungen gerade bei Vorhandensein relativ groRer Ionen in der Mischung auftreten, spielt hier wahrscheinlich der Siebeffekt in Verbindung mit der fur jede Membran unterschiedlichen Breite der Porenradienverteilung eine sehr groBe Rolle. Dies sol1 in kunftigen Untersuchungen weiter geklart werden.