337 nur mehr fur bestimmte Falle brauchbar. Bei einer Concentration z. B. von 2,OO sp. Gew. nahert sich seine Wirbng der combinirten von Jod und Schwefelsiiure. Es farbt nun die Baumwollfasern aufs schonste dunkelblau und veranlarst bei vielen dasselbe Aufquellen der Verdickungsschichten, wie Schwef
1. Analyse zweier Mergelarten aus der Umgegend von Osnabrück und Untersuchung ihrer Löslichkeit in Kohlensäure und Wasser
✍ Scribed by Struckmann, C.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1855
- Weight
- 585 KB
- Volume
- 94
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Der erste der untersuchten Mergel besitzt eine weifslichgraue Farbe, findet sich unweit der Stadt Melle im 0snabruck'schen beim Dorfe Grofsaschen und wird in dortiger Gegend seiner gunstigen Wirkung halber vielfach zur Mergelung der Pelder benutzt; der zweite Mergel von etwas dunkeler Fiirbung, der der oberen Kreidegruppe , dem Planer, angehort, hildet in weiter Ausdehnung die Unterlage des fruchtbaren Ackerbodens von Iburg. Zur besseren Beurtheilung der grofseren oder geringeren Aufschliebbarkeit des Mergels im Boden, der langsameren oder schnelleren Einwirkung auf das Gedeihen der Pflanzen , wurde es nothwendig, einen Gang der Analyse zu wiihlen, der, wenn auch umstandlich, doch den verschiedenen Grad der Loslichkeit der einzelnen Bestandtheile des Mergels erkenneri liels. Sowohl bei der vorausgegangenen qualitativen, als auch bei der quantitativen Analyse wurde daher folgendes Verfahren beobachtet.
Zunachst wurden durch anhaltendes Kochen mit destillirtem Wasser alle in Wasser loslichen Bestandtheile des Mergels ausgezogen, die wlsserige Losung abfiltrirt und der mit Wasser erschopfte Ruckstand darauf so lange mit miifsig concentrirter Essigsaure gekocht ) bis durchaus keine Gasentwickelung, kein Entweichen von I~ohlensaorc, das anfangs sehr heftig erfolgte, mehr Statt fand; die Pssigsaure Losung aus der Utngegend 006 Osnabruck. 17.1 wurde vorsichtig vom unloslichen Schlamm abgegossen, letzterer wiederholt ausgewaschen und die gesammte essigsaure Losung filtrirt. Alles, was endlich nach dem Behandeln mit Essigsaure unloslich zuriickblieb , wurde mit reiner concentrirter Salzsaure gekocht, ebenfalls bis keine Entwickelung von Gasblaschen mehr Statt fand; die Losung wurde abfiltrirt und der Schlamm sorgfaltig ausqewaschen. Letzterer zeigte bei beiden Mergeln schlielslich eine fast rein weifse Farbe, und bestand zum geringeren Theile aus feinen Quarzkarnern, im Uebrigen aus Thontheilchen.
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